Ein Spielraum für die ganz großen Sprünge | Mach es in Brandenburg (31)
Shownotes
“Was würde Pipi Langstrumpf machen, wenn sie CEO der IHK wäre?” Till Hasbach und Nora Marleen von Playful Business haben die “Moonshot-Methode” gemeinsam mit Unternehmerinnen und #Unternehmern im Dezember erstmalig im #Nachfolge-Kontext durchgespielt. Jetzt sprechen wir im Podcast zusammen darüber, denn das Format soll 2026 bei der IHK Potsdam in Serie gehen.
💡 𝗘𝗶𝗻 𝗧𝗮𝗯𝗹𝗲𝘁𝗼𝗽-𝗦𝗽𝗶𝗲𝗹 𝗳ü𝗿 𝗸𝗿𝗲𝗮𝘁𝗶𝘃𝗲𝘀 𝗗𝗲𝗻𝗸𝗲𝗻 𝗼𝗵𝗻𝗲 𝗔𝗻𝗴𝘀𝘁
Hier handelt es sich um ein Innovationsformat, das Personen befähigen soll, radikal neue Ideen gemeinsam zu entwickeln. ”Eine Mischung aus Perspektivwechsel, Improvisationstheater mit einem Teameffekt, den man nur bekommt, wenn man Moonshot tatsächlich gemeinsam spielt”, sagt Hasbach im aktuellen IHK-Podcast mit unserer Nachfolgereporterin, Stefanie Schuster.
”Menschen haben beim Spielen viel weniger Angst Ideen, die sie sich sonst nicht trauen würden, auszusprechen - weil sie ja albern sind. Wir entwickeln gar nicht komplett neue Ideen. Wir entwickeln vorhandene Ideen weiter. Tun das aber auf extrem spielerische Weise und erzeugen so einen Raum in dem echter Austausch überhaupt erst möglich wird.”
🎯 𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗱𝗮𝘀 𝗳ü𝗿 𝗱𝗶𝗲 #𝗡𝗮𝗰𝗵𝗳𝗼𝗹𝗴𝗲 𝗲𝗻𝘁𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝗱𝗲𝗻𝗱 𝘀𝗲𝗶𝗻 𝗸𝗮𝗻𝗻?
Das Format soll 2026 bei der IHK Potsdam in Serie gehen. Wie dieses Gedankenspiel zur Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens beitragen kann und welche Vorteile es hat, ein #Nachfolge- oder Gründungsvorhaben noch einmal mit Moonshot durchzudenken, erfahrt ihr in der neuen Folge von “Nächste, bitte!”, unserem Nachfolgepodcast präsentiert von Stefanie Schuster.
Transkript anzeigen
00:00:00: Menschen haben in Spielen viel weniger Angst, Ideen auszusprechen, die sie sich sonst nicht trauen würden, weil die ja albern wären.
00:00:07: Und jetzt stellt Moonshot Fragen an Menschen, die jetzt gemeinsam tatsächlich die IHK vertreten und sagen, was würde Pipi Langstrumpf machen, wenn sie CEO der IHK wäre?
00:00:22: Das Spiel des Lebens hat viele Felder.
00:00:25: Kann man die strategisch bebauen?
00:00:27: Wie bei den Siedlern von Katan?
00:00:30: Oder braucht man Geld und Glück, wie bei Monopoly?
00:00:33: Sollte man auf Kartentricks setzen oder lieber auf Pipi Langstrumpf vertrauen.
00:00:38: Wie schickt man die eigene Rakete am besten ins Alp?
00:00:42: Wenn man das immer so wüsste.
00:00:44: In der IHK Potsdam geht es an einem Dezembernachmittag genau darum, mit kreativen Ansätzen spielerisch coole Lösungen zu finden.
00:00:55: Denn da treffen sich an einem Nachmittag Geschäftsleute, die ein Unternehmen abgeben wollen und solche, die es vielleicht übernehmen.
00:01:04: Und der Entwickler Till Hasbach, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens Playful Business, checkt mit ihnen, wie und ob das funktionieren könnte.
00:01:15: Und zwar mit seinem Spiel Mundschau.
00:01:18: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Mach es in Brandenburg, dem Podcast der IHK Potsdam.
00:01:25: Mein Name ist Stefanie Schuster und ich freue mich, dass Sie eingeschaltet haben.
00:01:30: Gut drei Stunden hat Till Hasbach eingeplant, damit die Inhaber und die Nachfolgewilligen miteinander ans Brett treten können und Karten ziehen.
00:01:41: Die knapp zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in zwei Gruppen betreut.
00:01:46: Vom Gründer selbst und seiner Kollegin Nora Malin.
00:01:50: Die moderiert ihre Gruppe unten und Till, der ist oben am ersten Stock.
00:01:55: Da schleich ich mich jetzt hin.
00:01:57: Der Spieltisch ist schon voll besetzt.
00:02:00: Ich habe mich vorher schlau gemacht.
00:02:02: Die erste Version dieses Moonshot-Spiels, die stammt noch aus dem Jahr, und wurde an der Universität der Künste in Berlin entwickelt.
00:02:12: Von Till und von anderen Studenten.
00:02:15: Damals hieß das Spiel noch Unicorn Factory, Einhornfabrik.
00:02:20: Einhörner, das sind diese grandiosen Startups, die aus dem Nichts kommen und alle richtig schnell sehr viel Umsatz bringen.
00:02:29: Das wollen im Grunde ja alle, die ein Business aufbauen.
00:02:32: Aber auf diesem Weg gibt es eben Hindernisse und die sollten kreativ bewunden werden.
00:02:38: Mit Hilfe des Spieles und naja, dem Moderator.
00:02:41: Am Tisch sitzen drei Teams mit je drei Mitgliedern.
00:02:46: Die Sanduhr in Tilzhand spielt eine total wichtige Rolle, denn mehr als drei Minuten stehen pro Runde erst mal nicht zur Verfügung.
00:02:54: Klar, so gerät man nicht so leicht von der Bahn ab.
00:02:57: Und jetzt gerade darf ein Unternehmer schon sein Hauptproblem vorstellen.
00:03:02: Und Achtung, ich hab die Stimmen verfremdet.
00:03:07: Die Green Challenge unseres Businesses besteht darin, vanifiziertes, ausgelerntes Personal zu finden.
00:03:14: Wie bietet das?
00:03:15: der Zweite Meldung an die Marken?
00:03:16: Warum bräuchte ich das ZFK?
00:03:18: und da hat er den Laden?
00:03:20: Geht in Schul für neunte,
00:03:22: zehnte Klasse.
00:03:23: Eigentlich
00:03:23: findet man schon in der Sieben-Ansicht zu orientieren.
00:03:26: Und dann halt
00:03:27: immer wieder
00:03:27: mit Workshops,
00:03:28: die total spannend sind für die Finanzdienstenleistung, dass sie da so
00:03:31: herangeflickt wurden,
00:03:32: das richtig cool finden und sie dann... Haltet ihn die euch
00:03:35: warm
00:03:36: mit Schüler-Praktikum und so weiter.
00:03:38: und dann kommen wir gehen in
00:03:40: die Ausbildung und vielleicht gibt es da
00:03:42: noch so ein Tande, dass man Mängur und Mentil hat, dass man die halt an der Spangenheit will.
00:03:47: Am besten
00:03:48: kann man
00:03:48: Leute gewinnen, wenn man ein Video über die Tätik zeigt.
00:03:52: Weil keiner eine direkte Vorstellung
00:03:54: hat,
00:03:55: was das bedeutet, zum Grupp auszügen.
00:03:58: Finanzieller Anweis.
00:03:59: Klar, so ganz kreativ kann man nicht werden in zwei oder drei Minuten.
00:04:05: Zumal, wenn man das selbst nicht hauptberuflich macht.
00:04:07: Wir machen auch tatsächlich schon viel davon.
00:04:10: Es driftet dann etwas ab in die Richtung als Begegnung.
00:04:13: Wir, der Ausbilder, sind wir aber nicht.
00:04:15: Wir suchen irgendein so qualifiziertes Personal.
00:04:18: Aber grundlegend Ideen und Anreize kreativität auf sehr Seite, tatsächlich.
00:04:23: Das ist also erstmal ein Ideen sammeln, also so eine Aufwärmübung.
00:04:29: Doch die Teilnehmer kommen schon ganz gut miteinander ins Gespräch, denn das funktioniert ja super, die Locro und vor allem die wohlwollende Stimmung.
00:04:37: Nach jeder flotten Frage und Antwortrunde gibt es auch ein kleines Feedback und wenn eine Karte abgearbeitet ist, ein kleinen Applaus.
00:04:46: Und wenn jemand bummelt bei der Antwort, dann kommt eine klare Ansage vom Moderator.
00:04:52: Aber weil die Leute sich untereinander nicht kennen und der Moderator hier die Rollen verteilt und die Aktionen einfordert, werden die Gruppendynamiken erst mal außer Kraft gesetzt.
00:05:04: Das sind ja oft die, die im echten Leben und in echten Unternehmen Kooperation und kreative Problemlösungen verhindern.
00:05:14: Und das mit dem Lockren kennenlernen, so zwischen möglichem Nachfolger und einem, der sein Business abgeben will, funktioniert so ziemlich gut, erzählt mir auf dem Weg die Treppe runter einer von ihnen.
00:05:26: Wer sind Sie denn?
00:05:27: Uli Reuter.
00:05:28: Hallo.
00:05:28: Was machen Sie, Herr
00:05:29: Reuter?
00:05:30: Ich bin ein Nachfolgeinteressierter.
00:05:31: Das heißt, ich suche ein Unternehmen, das ich übernehmen und dann persönlich fortführen kann.
00:05:36: In welchem Bereich suchen Sie?
00:05:37: Ich bin ein bisschen branchenunabhängig unterwegs.
00:05:40: Also ich schaue mir verschiedene Branchen an.
00:05:42: Es kann ein produzierendes Unternehmen sein, es kann aber auch ein Handwerksunternehmen
00:05:45: sein.
00:05:46: Was haben Sie denn gelernt, dass Sie so Ergebnisse offen suchen?
00:05:48: Ich bin Betriebswirt in der Ausbildung und habe einige Jahre als Unternehmensberater gearbeitet.
00:05:53: Also habe da eine Menge verschiedener Branchen auch schon kennengelernt.
00:05:56: Und warum suchen Sie jetzt?
00:05:57: Weil ich mich gerne selbstständig machen möchte und das eben nicht in der Form eines eigenes Unternehmen zu gründen, sondern ich ein Unternehmen, also ein profitabel operiertes Unternehmen übernehmen möchte und das als mein Variante der Selbstständigkeit als Unternehmer nutzen möchte.
00:06:12: Warum sind Sie dann hier bei der Moonshot?
00:06:16: Ja, also das hat mich gerade auch begeistert, weil es eben gar nicht so sehr um die konkreten Ideen, die wir hier heute mitgebracht haben, also der Hintergrund, den wir mitgebracht haben, geht, sondern es wirklich dabei geht, auf diese spielerische Art und Weise die anderen Interessenten und Teilnehmer auch kennenzulernen.
00:06:34: Und das finde ich super gut, weil man da halt natürlich Charakterzüge der anderen kennenlernt, auf denen man dann aufbauen kann.
00:06:42: Und haben Sie jetzt eben schon einen gesehen?
00:06:44: oder einen nie?
00:06:45: Es gibt einen sehr leidenschaftlich agierenden Unternehmer, der hier auch der Auftritt der Nachfolger sucht, von der Zeppelin Sports Bar in Potsdam.
00:06:52: Und der sagt, er ist relativ früh in der Suche nach einem Nachfolger mit fifty-fünfzig Lebensjahren, die er jetzt hat, was sich in einem super guten Zeitraum finde, um den ganzen Vorlaufzeit zu geben und auch parallelen Zeitraum, in dem er dann gemeinsam daran arbeiten kann, bevor man vollständig übernimmt.
00:07:07: Und der, glaube ich, eine ganze Menge Innovationen zulässt und Raum gibt für das, was wir gemeinsam entwickeln können.
00:07:13: Und warum reizt sie also ausgerechnet eine Sportsbar?
00:07:16: Ich
00:07:17: verfolge in der Tat eine, also in meinem Fall ist es Basketball.
00:07:20: Und beim Basketball gibt es ja anders als in der Fußballbundestiege, die ja quasi in Deutschland viel mehr kennen, gibt es viel öfters Spiele, gibt es dann halt jeden Tag Spiele.
00:07:27: Und das auch haben die natürlich auch ganz gut vermarktet zu unterschiedlichen Urzeiten.
00:07:31: Und das glaube ich ist auch hier zum Beispiel eine der Sportarten, die sehr gut übertragen werden kann, mit dem entsprechenden Unterhaltungsfaktor auch, den eben der Unternehmer, der es übergeben möchte, vorgestellt hat, dass das heutzutage so sehr im Fokus steht.
00:07:44: Also Sie haben sich den Herrn auf Ihrer Reise zum Mond schon ausgeschaut und daher tauschen Sie Nummern.
00:07:50: Das hoffe ich mir.
00:07:51: Besten Dank, bis hierher und viel Erfolg.
00:07:52: Dank, danke.
00:07:55: Nach dieser ersten Spiele-Seminarrunde treffen sich im großen Seminarraum unten wieder die beiden Gruppen und Till schreitet zur Auswertung.
00:08:05: Mittlerweile haben die Teilnehmer sich verabschiedet und Nora und Till haben Zeit für unser Gespräch.
00:08:12: Mein Gast ist heute Till Hasbach, Gründer und Geschäftsführer von Playful Business.
00:08:18: Das ist ein Start-up aus Berlin und Till Hasbach hat eben seine eigene Spieltheorie vorgestellt.
00:08:26: Till ist Game Designer, Innovationsberater und er glaubt, Kreativität entsteht dort, wo wir uns trauen.
00:08:34: Unsinn zu denken vor allem und Spaß zu haben.
00:08:38: Sein Team hat das Moonshot entwickelt, ein analoges Game, in dem Zukunftsinterviews, Moonshot, Thinking, Paradoxien und ein ordentliches Maß an spielerischer Freiheit zusammentreffen.
00:08:52: Die Idee ist, die Menschen sollen in kurzer Zeit erleben, was es heißt, wirklich ungebremst kreativ zu arbeiten und zufällige Funken zulassen, aus denen später dann Innovation entsteht.
00:09:05: Können Nachfolgerinnen und Nachfolger von Playful Innovation wirklich profitieren?
00:09:13: Hallo, Till.
00:09:14: Hallo, Stephanie.
00:09:14: Schön, dass wir hier sein dürfen.
00:09:16: Du hast noch Unterstützung mitgebracht, denn auch das Seminar hast du nicht alleine gemacht.
00:09:21: Hallo, Nora.
00:09:22: Hallo.
00:09:23: Till, stell uns bitte kurz Nora vor.
00:09:25: Ja, Nora und ich kennen uns seit etwa zweieinhalb Jahren und solange arbeitet sie tatsächlich auch schon bei Playful Business.
00:09:32: und hilft mit einer gestalterischen Perspektive Moonshot weiterzuentwickeln, die neue digitale Version von Moonshot zu entwickeln und hat einfach eine Perspektive, die ich so alleine gar nicht haben könnte.
00:09:43: Also ich freue mich sehr, dass Nora mit Teil des Teams ist.
00:09:46: Danke bisher, Nora.
00:09:49: Was ist denn Till eigentlich für ein Typ?
00:09:52: Till ist einer der bestvorbereitesten, witzigsten und kreativsten Chefs.
00:10:00: Beziehungsweise Kollegen, die ich mir nicht mal vorstellen konnte, bevor ich angefangen habe mit Til zu arbeiten.
00:10:06: Bis ihr Liebe zu Beginn,
00:10:08: Til,
00:10:08: warum muss ich eigentlich neue Ideen entwickeln, wenn ich doch in ein Unternehmen eintreten will, als Gründer Nachfolger?
00:10:16: Ich glaube, es geht vor allem darum, eine Ideenzentrum zu stellen.
00:10:19: Ich bin jetzt jemand, der einen Unternehmen gegründet hat.
00:10:22: Ich möchte das vielleicht in Zukunft abgeben.
00:10:25: Und jetzt geht es darum, dass ich möchte, dass andere Menschen Und dann wird es immer spannend, sich meine Unternehmung annehmen und sagen, wie könnte ich die jetzt eigentlich weiterentwickeln, wenn ich Gründer wäre?
00:10:38: Und das Problem ist, wenn ich das einfach nur in den Raum stellen würde, dann ist das für die meisten ein Diskussionspunkt weniger, als dass die wirklich überlegen, was hätte ich denn Lust darauf?
00:10:49: Und wir entwickeln gar nicht komplett neue Ideen, sondern wir entwickeln vorhandene Ideen weiter, tun das auf extrem spielerische Art und Weise.
00:10:57: und erzeugen so einen Raum, in dem Austausch tatsächlich echter Austausch erst mal möglich wird.
00:11:02: Wodurch denn?
00:11:03: Wie funktioniert die Moonshot Theorie?
00:11:06: Stellen wir uns vor, wir hätten als Unternehmen die IHK.
00:11:10: Wir machen die IHK, stehen ins Zentrum und jetzt stellt Moonshot Fragen an Menschen, die jetzt gemeinsam tatsächlich die IHK vertreten und sagen, was würde Pipi Langstrumpf machen, wenn sie CEO der IHK wäre?
00:11:22: Und dann muss das Team, was die IHK vertritt, plötzlich binnen von sechzig Sekunden einen spontanen Pitch entwickeln, was denn eigentlich Pipi Langstrumpf als CEO aus der IHK machen würde.
00:11:34: Das heißt, es ist eine Mischung aus Perspektivwechsel, Improvisationstheater und einem Team-Effekt, den man so nur bekommt, wenn man Mundshot tatsächlich gemeinsam spielt.
00:11:45: Nora, du bist Peppi Langstrumpf und du beackerst die IHK.
00:11:49: Was würdest du tun?
00:11:50: Wenn ich Peppi Langstrumpf wäre in der IHK, würde ich natürlich erstmal das Gebäude von seinem Gerüst befreien und das in kunterbunden Farben anmalen und dann... würde ich wahrscheinlich versuchen, die Mitarbeitenden dazu zu bewegen, mit mir ganz verrückte Sachen zu machen, alles einmal auf den Kopf zu stellen und damit die Strukturen, die natürlich in einer Behörde auch besonders reglementiert sind, aufzubrechen.
00:12:17: Vielleicht gibt es einen Pipi-Langstumpf-Tag am Freitag, wo dann alles einmal ins Gegenteil verkehrt wird oder wir mit Schrub-Schuhen durch die Flure laufen und somit den Reinigungsdienst ersetzen.
00:12:31: Das ist eine wunderbare Idee.
00:12:33: Till, erinnerst du dich eigentlich noch an den Moment, an dem du gemerkt hast, Spiele sind nicht nur Entertainment, sondern die sind auch Arbeit und sie können sogar der Arbeit nutzen.
00:12:43: Denn ich glaube, ein bisschen geht es in dieser ganzen Herangehensweise auch um dich selber, um deine Gründungspersönlichkeit.
00:12:52: Wow, ja, ich glaube dieser Begriff hinter Moonshot, was ist Moonshot eigentlich?
00:12:57: Das ist ein Serious Game.
00:12:59: Und man hört das schon aus dieser Dichotomie dieser beiden Begriffe, ein ernstes Spiel.
00:13:04: Und ich glaube ab dem Moment, wo ich mit Menschen schon interagiert habe, mit achtzehn, mit neunzehn, also wirklich vor vier Jahren, Geht es darum, Informationen nicht nur zu erklären, sondern anderen zu fragen, was denkst du denn?
00:13:17: Was würdest du denn raten, wie groß die Stadt ist, in der wir gerade sind?
00:13:21: Du findest, wenn du genau hinguckst, in der Realität ganz viele Spiele, und ich habe persönlich gemerkt, dass Menschen anders mitmachen, anders mitdenken und anders bereit sind, auch besondere Dinge zu denken, wenn sie das Gefühl haben, hier habe ich Spielraum.
00:13:40: Und ich glaube, sich den Alltag anzuschauen, wo finden eigentlich Spiele statt?
00:13:44: Das habe ich mein Leben lang schon gemacht und das steckt natürlich irgendwo auch in Munster drin.
00:13:50: Ich weiß gar nicht, ob das da in mir so drin steckt.
00:13:53: Na ja, dann überlegt ihr mal.
00:13:54: Abseits von Monopoly und Sila von Katan, die wir natürlich alle kennen, ist das Leben ja irgendwo ein Spiel.
00:14:00: Es gibt Regeln.
00:14:02: Es gibt einen Grund, warum ich etwas mache.
00:14:05: Das ist das Spielziel.
00:14:06: Es gibt Mitspielende.
00:14:08: Das sind die Menschen, die gerade etwas Ähnliches machen.
00:14:11: Wir nennen diese Dinge selten als ein Spiel.
00:14:14: Dating ist ein Spiel.
00:14:15: Es gibt Regeln.
00:14:16: Man kann befolgen, man kann die auch brechen.
00:14:19: Aber auch ein Jobgespräch oder ein Verhandlungsgespräch ist irgendwo ein Spiel.
00:14:22: Und was wir nun schaffen, ist ein extra Raum, in dem wir diese Spiele erster Ordnung ... in ein Spiel zweite Ordnung sprechen, dem Vermunschort plötzlich verhandelbar machen und man merkt, und das ist wissenschaftlich nachgewiesen, Menschen haben in Spielen viel weniger Angst, Ideen auszusprechen, die sie sich sonst nicht trauen würden, weil die ja albern werden.
00:14:44: Wir dürfen wieder zum Kind werden und dieses spielerische, dieses kindliche Denken ist das, was uns Erwachsenen natürlich extrem, anders als bei Pipi Langstrumpf, abgeht.
00:14:53: Wenn wir aber kreativ und um die Ecke denken wissen, brauchen wir genau das.
00:14:58: Also du nennst es ein Spiel, weil es den Geist einer Art Escape Room öffnet, wo man den ganzen Ernst den Druck eines Arbeitstages mal hinter sich lassen kann und sagt, so jetzt geht's mal einfach um nix.
00:15:14: Es ist gar nicht witzig gemeint, sondern es ist quasi nur, stell dir mal vor, du hättest keine Verantwortung für irgendwas.
00:15:22: Ist das richtig?
00:15:24: Genau, das sind diese What-If-Fragen.
00:15:26: Was wäre, wenn alles anders wäre, wenn plötzlich keine Schwerkraft herrschen würde, wenn du alles Geld der Welt hättest, was würdest du dann tun?
00:15:34: Und das sind Fragen, die mögen wir zwar, aber wir haben keinen Setting, wir haben keinen Raum, indem wir die plötzlich ernsthaft fragen, also spielerische Fragen ernsthaft zu fragen, und da kommt Moonshot ins Spiel.
00:15:48: Das eröffnet mir die Möglichkeit, mich mit anderen Menschen, alleine mache ich das nämlich, nicht auszutauschen, die plötzlich Fragen stellen, die ich mich nie getraut hätte zu fragen, wie zum Beispiel, was wäre eine andere Währungseinheit, mit der ich Erfolg messen könnte, statt einfach nur Geld auf dem Konto?
00:16:04: Du transferierst quasi den Geist in eine andere Ebene und sag nochmal schnell, warum heißt das jetzt Moonshot?
00:16:10: Es ist eine wichtige Frage, die ich heute nicht beantwortet habe, aber die ich jetzt beantworten kann.
00:16:15: In den letzten Jahren haben die Amerikaner das Moonshot-Programm gemacht, beziehungsweise eigentlich das Apollo-Programm.
00:16:22: Die Russen waren als erste Menschen im All, die haben den ersten Satelliten geschossen und die Amerikaner waren ganz stark hinten dran.
00:16:28: JFK hat dann die Rede gehalten, dass er gesagt hat, we bring a man to the moon in this decade.
00:16:34: Damals völlig umvorstellbar, in sechs Jahre später aber tatsächlich erreicht.
00:16:40: Und seitdem, spätestens seit dem Google ein eigenes Labor dafür in den Neunzigern entwickelt hat, steht Moonshot stellvertretend für Ideen, die Dinge grundsätzlich anders machen.
00:16:49: Also nicht nur kleine Verbesserungen, wie kann ich fünf Minuten einsparen, sondern wie kann ich für etwas, was bisher eine Stunde gedauert hat, fünfzig Minuten einsparen.
00:16:59: Das ist der Anspruch von Moonshot, dass wir Entdenken entwickeln, was dieser Art Übermut selbstverständlich macht, um Dinge grundsätzlich zu hinterfragen.
00:17:07: und Spaß dabei zu entwickeln, die dann auch umsetzen zu wollen.
00:17:10: Und wie macht Moonshot das?
00:17:12: Das erste Beispiel haben wir ja schon gehört.
00:17:14: Das holt dich raus aus dich als Person und du musst plötzlich Fragen beantworten, die du nicht vorher hast kommen sehen.
00:17:20: Auf der anderen Seite gibt es aber auch, neben diesen Fragen, ich nenne sie jetzt mal einfach diesen Challenge-Karten im Moonshot, die mich immer wieder rausholen.
00:17:29: Was wäre nach den sieben Todsünden, einer der sieben Todsünden, mit denen du deine Idee weiterentwickeln würdest, schafft aber Moonshot den Menschen, die da spielen, einen Raum, in dem die plötzlich nicht mehr sie selbst sein müssen.
00:17:41: Und das fällt allen erstmal sehr, sehr angenehm.
00:17:44: So, ich muss jetzt nicht ich selbst sein, ich darf jemand anders sein.
00:17:47: Es ist eine Mischung aus Improvisationstheater, aus den meisten Kreativitätstechniken der gesamten Welt in einer Box.
00:17:56: Und aus Intervention, ich gebe mal ein Beispiel, du kannst tatsächlich in Moonshot deine Mutter anrufen, wenn du plötzlich Hilfe brauchst.
00:18:03: Du kannst eine gewisse Karte aufessen, damit kommst du extra Punkte.
00:18:07: Du kannst ein Pitch im Kopfstand machen, wenn du es wirklich tust, verdoppeln sich deine Punkte.
00:18:12: Das sind Interventionen, die du nicht kommen siehst, das heißt, wir helfen den Leuten, über sich hinauszuwachsen.
00:18:18: Und das können sie dann auch mit den Ideen tun, die sie dann tatsächlich entwickeln.
00:18:22: Sehr interessante Ideen dabei.
00:18:24: Ich frage mich, wonach schmecken wohl die Karten?
00:18:27: Und könnte ich ein Kissen bekommen für meinen Kopfstand?
00:18:30: Nora, du begleitest die Workshops.
00:18:33: Mögen das die Leute?
00:18:35: Interessanterweise.
00:18:36: Mögen die teilnehmen das sehr.
00:18:39: Man glaubt es gar nicht, wie viele Leute auf einmal bereit sind für extra Punkte ihren Pitch unter dem Tisch zu halten oder eine Karte aufzuessen.
00:18:46: Oder, na ja, ich hab jetzt seit fünf Jahren keinen Sport mehr gemacht, hilfst du mir bei dem Kopfstand, einen Kopfstand zu machen und damit die Challenge meistens zu gewinnen.
00:18:55: Also in diesem Spiel, ich möchte gewinnen, ich hab ein Team, für das ich natürlich auch irgendwie eintreten muss.
00:19:01: Und ich habe gar keine Zeit, besonders viel nachzudenken, weil wir ein ganz hartes Timeboxing haben.
00:19:07: Ja.
00:19:08: die Menschen machen das und sie freuen sich an ihre Mut.
00:19:11: Woher kommt denn diese Freude daran?
00:19:14: Ist das der Regelbruch des Unerwartete?
00:19:16: Als ich meine Punkte sind natürlich eine coole Sache.
00:19:19: Aber man braucht ja auch eine intrinsische Motivation.
00:19:22: Was hast du beobachtet?
00:19:24: Wollen die einfach nur mal ausbrechen?
00:19:26: Die anderen überraschen?
00:19:27: Was ist das?
00:19:28: Also es ist ja ein Serious Game.
00:19:29: Es geht immer darum, dass Menschen das spielen und tatsächlich einen Benefit daraus bekommen.
00:19:34: So gehen wir auch ja mit Unternehmen um, wir gehen hier in die... Die HK werden eingeladen, dass wir das wirklich mit Serious People machen, die jetzt glaube ich, ja jetzt habe ich einen Mehrwert davon, dass ich Mundshot spiele und deswegen machen sie gerne mit und sie sind natürlich irgendwo auch gefangen in diesem Magic Circle.
00:19:49: Also wir haben Regeln im Spiel, in der sie eintreten und damit ist die reale Welt halt erstmal nicht mehr wichtig und ich bin jetzt im Spiel und folge den Spielregeln.
00:20:00: Auch da wieder eine Entlastung quasi, ne?
00:20:03: Und es macht einfach wahnsinnig Spaß.
00:20:05: Es wird viel gelacht.
00:20:06: Musst du auch was machen im Workshop?
00:20:09: Also was man nicht erwartet, außer Karten vorlesen und sagen, du bist jetzt dran?
00:20:13: Man kann den Fluss natürlich als Game Master sehr gut steuern, also dass man eben klar erst mal das Spiel erklärt und dann die Spielen an die Hand
00:20:22: nimmt
00:20:22: ein wenig und man fragt, hast du es verstanden, was du machen sollst?
00:20:25: oder auch ganz wichtig in den Mund schaut Feedback einfordern?
00:20:29: Es wird ein Challenge gespielt, danach wird bewertet von den anderen Teams.
00:20:34: Und je nachdem, wie diese Bewertungen ausfallen, frage ich dann, okay, hast du so eine bessere Idee?
00:20:39: Oder was hat dir gefehlt?
00:20:40: Also so was fühlt sich, ich weiß es ja selber, weil ich es auch mal gespielt hab, Munchart.
00:20:45: Es fühlt sich ganz natürlich an, dass da jemand ist, der sagt, was hast du dir dabei gedacht?
00:20:49: Und das ist aber auch ein ganz essenzieller Bestandteil des Spiels überhaupt.
00:20:52: Wie lange habt ihr an dem Spiel entwickelt?
00:20:55: Man muss sich ein Spiel eigentlich wie eine Software vorstellen.
00:20:58: Das macht es häufig einfacher.
00:21:01: Das heißt, du entwickelst die Eimer, bringst es auf den Markt und was kommt dann?
00:21:05: Updates.
00:21:07: Das heißt, du merkst natürlich, gewisse Dinge funktionieren nicht so ganz wie du das intendiert hast.
00:21:12: Die Menschen verstehen das falsch.
00:21:13: Das heißt, du musst ein Update rausbringen.
00:21:15: Bei analogen Produkten ist es immer aufwändig, ein Update rauszubringen, weil du musst es natürlich neu produzieren.
00:21:20: Aber Moonshot in der... Weitsten Sinne in seiner Form existiert so seit dem Jahr, und seitdem haben wir jedes Jahr unterschiedlichste Arten von Updates, entweder in der Spielführung, das was Nora gerade beschrieben hat, gemacht in der Einbettung in den Workshop oder in den Unternehmenskontext, welche Frage wollen wir heute eigentlich beantworten, oder tatsächlich in den echten Materialien.
00:21:47: Ein Beispiel dazu, es gibt jetzt seit im Jahr zwei tausendundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
00:22:15: Abgedatet, habt ihr welche Punkte genau?
00:22:18: Könntest du da mal ein Beispiel für nennen?
00:22:20: Oh mein Gott, so viele Dinge.
00:22:23: Man muss sich vorstellen, Moonshot ist ein Überbleibsiff von wahrscheinlich dreißig Prozent der Karten, die wir jemals entwickelt haben.
00:22:31: Es gab einmal eine Karte, die rausgefallen ist.
00:22:34: Sie hieß feuchte weiche Erde.
00:22:36: Die Aufgabe war, dass du dich statt... irgendeine Frage zu beantworten, hinsetzt auf den Fußboden und sechzig Sekunden lang einfach stille aushältzt und meditiert.
00:22:48: Du bist, du atmest Erde ein, du atmest Erde aus und du wirst danach bewertet, wie gut du gerade dich tatsächlich ausgeruht hast.
00:22:55: Diese Karte hat, glaube ich, einen großen kreativen Anspruch, nämlich natürlich einen starken Regelbruch zu erzeugen, hat aber für so große Irritation gesorgt am Spieltisch, dass wir tatsächlich am Ende uns dagegen entscheiden mussten.
00:23:09: Für Eretation, warum das denn?
00:23:13: Naja, wenn man sich vorstellt, die anderen Karten heißen immer, du musst etwas, deine Idee aus einer neuen Perspektive weiterentwickeln.
00:23:20: Das heißt, das kennen natürlich alle Spielenden dann plötzlich und sagen, ja, okay, ich entwickle das so weiter.
00:23:25: Ich nehme eine der sieben Todsünden, aber hier... ließ das Team diese Karte sich selbst vor oder sich selbst durch und setzt sich auf den Boden und macht sechzig Sekunden lang nichts.
00:23:34: Das ist höchst irritierend für allen Beteiligten.
00:23:37: Spätestens dann, wenn es um die Bewertung geht, weil wie soll ich das denn jetzt bewerten?
00:23:41: Interessant.
00:23:42: Wie funktioniert denn die Bewertung überhaupt?
00:23:46: Es gibt tatsächlich Kriterien.
00:23:48: Das heißt, es gibt drei Kriterien, das eine ist kreativ, war die Weiterentwicklung der Idee.
00:23:53: Wie sehr hat sie auf die Fragestellung angezahlt?
00:23:55: Beispiel hier, du solltest deine Idee nach Pipi Langstrump weiterentwickeln.
00:23:58: Vielleicht hast du tolle Ideen, aber nichts davon hätte Pipi gemacht.
00:24:01: Das heißt, wie richtig war die?
00:24:03: Und das letzte ist das, was wir auch neu eingeführt haben, ist, wie gut habt ihr als Team das gemeinsam gemacht?
00:24:10: Und du merkst häufig Dynamiken, wenn eine Person aus dem Team sich die komplette Zeit schnappt und den anderen keinen Raum mehr lässt.
00:24:18: Das heißt, du merkst ab dem Moment, die sind entweder nicht synchronisiert oder du hast sogar eine Person, die einfach empathisch gar nicht am Tisch ist währenddessen.
00:24:26: Und das lässt sich wunderbar in der dritten Phase, in der wir das Besprechen, was passiert ist, dann auf den Tisch holen und plötzlich besprechbar machen.
00:24:34: Warum werden diese kleinen Karten für Nachfolgewillige interessant?
00:24:40: Ich glaube, es geht einmal darum, dass es eine gute Passung braucht.
00:24:44: Das ist ganz essenziell.
00:24:45: Es reicht ja nicht nur, dass ich irgendwas machen möchte, sondern ich muss ja genau diese Art von Unternehmen, die muss mich begeistern, vielleicht auch der, der das bisher aufgebaut hat, mit dem muss ich eine Beziehung aufbauen.
00:24:57: Da hilft man schon auch bei der Beziehungspflege.
00:24:59: Und dann muss ich aber... Als jemand, der das Unternehmen aufgebaut hat, die erstmal die Bereitschaft an den Tag legen.
00:25:05: Hey, das ist das Unternehmen, wie ich es bisher gemacht habe.
00:25:08: Kannst du dich da, möchtest du dich dort einschreiben.
00:25:11: Und es ist wichtig, einen Raum zu schaffen, wo diese beiden Seiten sich kennenlernen können.
00:25:16: Und dafür machen wir das hier an der UHK, um diesen... Erst mal nicht so ernsten Raum zu öffnen, weil das ist ja ein hartes Thema.
00:25:23: Ich gebe mir Unternehmen ab, da kommt jemand rein.
00:25:25: Aber ich darf mich erst mal auf spielerische Art und Weise damit auseinandersetzen.
00:25:29: Erst mal müssen sie sich auf Augenhöhe treffen und dafür machen wir diesen Workshop.
00:25:34: Ah, ich verstehe.
00:25:36: Nun habe ich ja nur deinen gesehen, Till.
00:25:38: Da saßen wie viele Teams.
00:25:41: Tatsächlich drei Teams, drei Personen, ich war die vierte Person als Spielleiter oder Game Master.
00:25:48: Es gab dann jeweils immer drei Personen, die eine Idee, das waren die Ideen geben, und die hatten dann zwei bei sich im Team, die gesagt haben, das finde ich spannend, das entwickel ich jetzt, bin ich gerade für diese Runde Team Partner oder Team Partnerin.
00:26:01: Und so war das Setup, genau.
00:26:03: Und wie war das bei dir, Nora?
00:26:05: Hattest du da Menschen, die vor allem in Unternehmen einsteigen wollten oder waren da auch Leute dabei, die übergeben wollten?
00:26:15: Also tatsächlich haben wir den Workshop so aufgebaut und geplant, dass immer in jedem Team eine Person ist, die ein Unternehmen gegründet hat, die also Ideen gebt ist und die immer zusammengesetzt wurden mit Nachfolge interessierten Personen.
00:26:30: Also es war ausgeglichen.
00:26:32: Mit voller Absicht, wie man so sagt.
00:26:35: Nun ist es ja so, dass ihr da eine lustige Stunde oder ein bisschen mehr sogar zusammengesessen habt.
00:26:42: Und die Leute haben sich also auch tatsächlich miteinander unterhalten.
00:26:45: Ich habe das gesehen, die sind miteinander ins Gespräch gekommen.
00:26:48: Hattest du schon den Eindruck, dass da so neue Connections entstehen?
00:26:54: Ich meine, einmal habe ich die Personen, die bei mir ja im Team waren.
00:26:56: Das heißt, ich bin ja im Dreier-Team.
00:26:58: Ich habe einen Ideengeber gewesen.
00:27:00: Dann habe ich auf der nächsten Ebene den gesamten Tisch gehabt.
00:27:02: Drei Ideen, neun Personen.
00:27:05: Und jetzt haben wir uns wieder im Plenum getroffen mit beiden Gruppen.
00:27:08: Ich habe gesehen, dass da eine Gruppe war.
00:27:10: Die hat sich echt noch Minuten lang, zwanzig, fünf Minuten ausgetauscht.
00:27:14: Und klar kann ich dann nicht mehr reingucken.
00:27:16: Aber ich hatte schon das Gefühl, dass die wirklich sagen, hey, das ist spannend.
00:27:20: Lass uns mal Kontakt.
00:27:21: Also ich habe viele Visitenkarten den Besitzer oder die Besitzerinwechseln gesehen.
00:27:25: War da bei dir auch so ein erstes Match zu sehen, Nora?
00:27:30: Ja, tatsächlich habe ich bei meinen Teams beobachten können, insbesondere, dass die sich danach noch jetzt lange unterhalten haben.
00:27:36: Die ganze Stimmung war auch sehr positiv gegenüber.
00:27:39: Wir hatten eine Person, die sehr immer aufs Menschliche geschaut hat bei Unternehmen, was total positiv bei jedem angekommen ist.
00:27:46: Ah,
00:27:48: natürlich, es stellen sich ja die Gruppenkonstellationen ein, wie gehabt.
00:27:52: Habt ihr das eigentlich auch schon mal gehabt, dass sowas total gegen die Wand gefahren ist?
00:27:57: Also wo absolut überhaupt keine Spielstimmung aufkam?
00:28:02: Tja, tatsächlich ist ja auch die Aufgabe des Game Masters, so was einzufangen.
00:28:06: Also es gibt Gruppen, die sind manchmal schwierig.
00:28:08: Manchmal sind sie auch müde.
00:28:10: Zum Beispiel, wenn wir mit Studierenden spielen, ist das öfter so, dass die schon sehr viel gemacht haben am Tag und dann müssen die noch mal bei Moonshot abliefern.
00:28:17: Aber das kann man tatsächlich ein bisschen kanalisieren als Game Master.
00:28:20: Ja, das ist die große Aufgabe.
00:28:22: Wie kanalisierst du denn?
00:28:23: Gibt es da noch mal eine Runde Espresso für alle?
00:28:26: Ja, manchmal gibt es die Aufforderung zum Profi, ihn trinken.
00:28:30: Nein, aber... Manchmal sind es auch strenge Ansagen, dass man sagt, Leute, das ist jetzt ein Spiel, wir haben uns hierhin gesetzt, um tatsächlich auch fair zu bewerten, mitzumachen, nicht irgendwie die Karten von unterhalb des Stapels ziehen, sondern es gibt hier konkrete Regeln, aber auch natürlich mit ganz viel Freude daran gehen und zum Beispiel sowas wie Applaus anregen und die Wertschätzung unter anderem.
00:28:55: Man darf die Karten nicht von unten am Stapel ziehen, man muss von oben wegnehmen.
00:29:00: Ja, tatsächlich.
00:29:02: Was würde das denn ändern?
00:29:03: Ich hätte jetzt gedacht, die werden gemischt oder werden die durchnummeriert?
00:29:08: Ein kleines Geheimnis ist natürlich, dass wir auch die Herausforderungen, also die Challenges, anpassen können und es vorbereiten, was für Aufgaben wir stellen, um auf das Workshopsziel einzuzahlen.
00:29:22: Wie
00:29:23: raffiniert?
00:29:25: Und dann muss der Moderator oder die Moderatorin natürlich immer auf dem Quiviv sein.
00:29:31: Ich habe gesehen, dass es zu den Grundteilen des Spieles gehört, dass immer oder fast immer von außen moderiert werden muss, werden soll.
00:29:43: Kann man das auch ohne Moderator machen?
00:29:46: Es braucht schlicht und einfach ein bisschen Zeit dafür, weil die Personen sich natürlich dann erst mal diese Moderationsrollen, die heißt mit uns Motivation Monkey, Feedback Crocodile, Game Wizard und die dritte ist Timerabbit, ne?
00:29:59: Die müssen dann tatsächlich aufgeteilt werden auf die Teilnehmende.
00:30:02: Und dafür brauchst du Zeit, dass sie sich ihre Rolle auch annehmen.
00:30:05: Zeit, die man nicht immer in jedem Kontext hat, tatsächlich.
00:30:08: Insofern machen wir das häufig, dass wir natürlich das Flugzeug-Moonshot dann oder die Rakete-Moonshot mit dem Piloten oder mit dem Pilot hinfliegen.
00:30:16: Das sind wir beide.
00:30:16: dann, wenn... Es Gruppen gibt, die sagen, wir haben auch mehr Zeit, wir haben eine Stunde mehr, wir haben anderthalb Stunden mehr, dann können die sich selbst dann einarbeiten.
00:30:25: Häufig ist es aber so, dass Zeit Geld ist und ich möchte einen professionellen Piloten haben, der meiner Rakete fliegt.
00:30:30: Deshalb sind wir auch immer wieder bzw.
00:30:33: relativ häufig mit dabei.
00:30:35: Ah, das ist interessant.
00:30:37: Was nimmst du denn für dich von hiermit?
00:30:40: Ich nehme jetzt, dass es tatsächlich auch geht, Menschen zusammenzubringen, die ganz unterschiedliche Interessen haben.
00:30:45: Menschen, die auf der einen Seite Unternehmen mitbringen, Menschen, die sagen, ich habe eine ganz andere Perspektive.
00:30:51: Ich bring den Willen und die Motivation mit Unternehmen weiter zu führen.
00:30:56: Und Muntschutz schafft den Raum.
00:30:57: Wir schaffen die Landebahn tatsächlich dafür, dass diese beiden Gruppen sich treffen.
00:31:00: Das ist einer der ersten Male, dass wir das machen.
00:31:03: Das hat, finde ich, heute fantastisch funktioniert.
00:31:06: Und freue mich, wenn wir das in Zukunft wieder weitermachen können.
00:31:09: Ich hab mir die Karten eingesteckt und ich schau mir das zu Hause noch mal sehr schön an.
00:31:13: Nora, was nimmst du für dich mit?
00:31:15: Ich bin sehr positiv davon überrascht, dass es auch mit so ernsten Menschen wie Unternehmern funktioniert, mit ihrem Baby, ihrem Geschäftsmodell zu spielen.
00:31:26: Cool, ich wünsche euch weiter viel Erfolg.
00:31:28: Bis bald.
00:31:28: Danke schön.
00:31:29: Tschüss.
00:31:29: Herzlichen Dank.
00:31:30: Das war es für dieses Jahr mit Mach es in Brandenburg, dem Podcast der IHK Potsdam.
00:31:37: Ich wünsche Ihnen allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
00:31:41: Herzlichen Dank an alle, die uns bisher ein so positives Feedback gegeben haben.
00:31:48: Ich fand auch, dass die Leute, die wir Ihnen vorgestellt haben, einen ganz tollen Job machen.
00:31:54: Und
00:31:54: ich freue mich schon darauf, im kommenden Jahr mit einer neuen Staffel durchzustarten.
00:31:59: Was?
00:32:00: Das wird
00:32:00: noch nicht verraten.
00:32:02: Bis dahin, machen Sie es gut und auf jeden Fall in Brandenburg.
00:32:07: Mein Name ist Stefanie Schuster und ich freue mich, dass Sie eingeschaltet haben.
00:32:11: Bis bald!
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