Ausbildung zwischen KI und echter Wertschätzung | Mach es in Brandenburg (33)

Shownotes

Neue Podcast-Episode ist live! Zuviel tollen Input für einen Post - aber genau richtig, um eine halbe Stunde Bahnfahrt mit kurzweiliger Inspiration zu füllen 🎧🎶🤩.

Denn diesmal bekommt ihr gleich drei Interviews präsentiert, die unsere Reporterin Stefanie Schuster am Rande des Ausbildungstages 2026 mit den Speakerinnen und Speakern führen durfte: Es geht um Ausbildungskultur zwischen KI und echter Wertschätzung. Wie wir smarte Wege zu mehr Zeit für Menschlichkeit beschreiten können.

🎤 Melanie Schütt stellt euch das Online-Portal „Leando“ vor, eine digitale Lösung, zur strukturierten Planung und Durchführung von Ausbildungsprozessen, Lernphasen, die Nutzung als Wiki oder als Austauschplattform

🎤 Dr. Oliver Nahm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zeigt die Chancen von KI-Nutzung in der beruflichen Bildung und verrät, wo sich aus seiner Sicht das größte noch ungehobene Potenzial bergen lässt.

🎤 Felicia Ullrich (U-Form) zeigt, wie KI-Tools im Ausbildungsmarketing eingesetzt werden sollten, wo deren Grenzen liegen und warum das eine gute Sache ist.

🎙️ Neue Season gestartet 🏁

Die Marke “Mach es in Brandenburg” kehrt damit zu seinen Ursprüngen zurück. Den Podcast und die bisherigen Folgen zu Brandenburger Start-Ups (Season 1) und gelungenen Unternehmensnachfolgen (Season 2) könnt ihr überall hören, wo ihr eure Podcasts hört: Spotify, Youtube, Amazon, Apple - oder ohne Abo und Werbung im Web unter 📲 … .

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Transkript anzeigen

00:00:00: Es gibt diesen schönen Spruch Ful, Besutul ist stille Ful.

00:00:04: Ich denke Schluss endlich ist das wichtigste Stichwort Mut.

00:00:08: Das lebenslange Lernen steht jetzt gerade wieder viel mehr im Zentrum übrigens auch teilweise mit den Auszubildenden.

00:00:14: man kann natürlich problemlos auch mit ihnen gemeinsam die KI bedienen reflektieren über die Ergebnisse der herauskommen weil die Wahrheit ist auch dass es ja nicht statisches.

00:00:28: vielleicht war es noch nie so schwer,

00:00:31: einen passenden

00:00:32: Lehrling für sein Unternehmen zu finden.

00:00:35: Denn die Zahl der Schulabsolventen sinkt, während immer mehr Fachkräfte sich in den Rohestand verabschieden.

00:00:42: Vielleicht war es aber auch noch nie leicht, sich bei der Suche nach künftigen Mitarbeitern helfen zu lassen!

00:00:51: Auf dem Ausbildungsfachtag der IHK Potsdam im brandenburgischen Marlowe dreht sich alles darum.

00:00:59: Wo finde ich dieses Scheuere, den A zu B in Spä?

00:01:03: Wie binde ich es an mich und kann mir künstliche Intelligenz dabei helfen?

00:01:09: In dieser dritten Staffel von Macher's in Brandenburg – dem Podcast der IHA-Potsdam geht es um die Topausbildungsbetriebe!

00:01:18: Mein Name ist Stefanie Schuster und ich freue mich, dass Sie eingeschaltet

00:01:22: haben.

00:01:23: Der Saal im Kongresszentrum van der Falk ist bis auf den letzten Platz ausgebucht.

00:01:30: Zu Gast sind hunderte Brandenburgerinnen und Brandenberger die alle auf die eine oder andere Weise mit dem Thema Ausbildung zu tun haben – ob haupt- oder ehrenamtlich, ob als Inhaber ihres Unternehmens oder Head of Human Resources.

00:01:47: Zu den Hauptamtlichen gehört Melanie Schütt.

00:01:49: Die steht gerade auf der Bühne und hält einen Vortrag über die Lernplattform Leandro.

00:01:57: Denn wir wissen, dass das kein einfacher Job ist und er wird auch nicht leichter mit all den Herausforderungen, die sie tagtäglich umgeben.

00:02:06: Man ist ja nicht

00:02:07: nur Ausbilder oder Ausbilderin sondern man ist teilweise auch Lebensbegleiterin.

00:02:11: Und was haben wir uns ganz speziell für Sie?

00:02:14: Auch gemeinsam mit ihnen überlegt, wie wir sie dabei unterstützen können.

00:02:18: Wir informieren

00:02:19: Sie auf Leandro über

00:02:21: Neuerungen, Neuordnungen, neu entstehende Berufe dahingehend natürlich auch alles was gibt es neues zum Thema

00:02:29: Prüfung aber auch darüber hinaus spannende Themen

00:02:33: sei.

00:02:33: Melanie Schütt ist Projektkoordinatorin von Leandro, einem Online-Portal das unter der Ägide des Bundesinstitutes für Berufsbildung dem BEBB Bonn erstellt wird.

00:02:47: Es ist ein ehrgeiziges Projekt erzählt sie im Interview nachdem sie die Bühne hinter sich gelassen hat

00:02:53: und

00:02:53: ein langwieriges.

00:02:55: es vereint die bisherigen Lernplattformen des Bundes Institutes für Berufsbildung.

00:03:01: Melanie Schütt berichtet

00:03:03: Wir haben eine sehr lange und breite, qualitative und quantitative Befragung der Zielgruppe gemacht um herauszufinden was dieses Portal eigentlich können muss wie es aufgebaut sein muss.

00:03:15: Und wir haben auch schon den ersten Relonge hinter uns.

00:03:18: Leandro jetzt dieses Jahr auf feste Beine gestellt mit einem soliden Service für Ausbildungs- und Prüfungspersonal.

00:03:27: also da gibt's immer ganz viel zu tun.

00:03:29: Sagen

00:03:29: Sie mal kurz was heißt denn eigentlich Leandro?

00:03:31: hat keine Bedeutung.

00:03:33: Learn and do, hätte ich gedacht!

00:03:34: Kommt jetzt als erstes

00:03:36: zum Beispiel

00:03:37: Frau Schütt.

00:03:38: die Ausbildenden egal in welcher Institution an welchem Unternehmen können mitarbeiten.

00:03:46: das ist das Besondere an ihrem Portal.

00:03:48: Leandro hat den Auftrag dort die Neuordnungsverfahren zu unterstützen mit Informationen, mit Webinaren zum Beispiel in unserer Community aber auch durch die Lernfahre und das Ganze noch als erweitertes Angebot zur unserem Kassenschlager Ausbildung gestalten.

00:04:07: Das gibt es zu fast jedem neu geordneten Beruf.

00:04:10: Gibt es eine Ausbildung Gestalten-Band?

00:04:12: Und wir gucken dass wir mit Leandro das ganze noch unterfüttern und unterstützen.

00:04:17: Und wieso müssen diese ganzen Berufe neu geordnet werden?

00:04:22: Ich meine, es gibt immer neue Anpassungen.

00:04:25: Neue Trends und Digitalisierung, KI um Nummer zwei zu nennen die natürlich dann auch Platz in der Neuordnung haben müssen.

00:04:32: Dinge verändern sich.

00:04:34: wir sehen das jetzt auch ganz aktuell bei den Bauberufen um mal die als Beispiel zu nehmen.

00:04:39: ja das Thema Nachhaltigkeit wird immer wichtiger an unserer Gesellschaft.

00:04:43: Decarbonisierung Aber auch nachhaltige Baustoffe, wie können wir mit dem Thema umgehen?

00:04:49: Wie können wir auch eine Verantwortung bei den Auszubildenden etablieren für Nachhaltigkeit.

00:04:56: Das nun mal so als ein Beispiel genannt.

00:04:57: aber das ist natürlich auch Medienkompetenz IT-Kompetenz.

00:05:01: Wie unterstützt dabei Leandro genau die Ausbildenden?

00:05:06: Wir unterstützen durch unsere Serviceangebote wie die Community, um sich einfach auszutauschen zum Neuordnungsverfahren direkt auch die Berufe verantwortlichen zu fragen oder Fachexpertinnen und aus den Neu-Ordnungs-Verfahren.

00:05:20: Wie geht das eigentlich mit der Prüfung?

00:05:21: Wie kann ich das in der Ausbildung umsetzen?

00:05:23: natürlich die Informationen aufbereitete Lernfader zum Neuerordnungen Verfahren.

00:05:29: was ist eigentlich neu und wie kann ich es umsetzen?

00:05:31: das ganze noch einen kleinen digitalen Learning Snacks wie man so schön sagt oder Learning Nuggets.

00:05:36: und natürlich versuchen wir auch mit Serviceangeboten wie der Community- oder der Lernwelt hier den Austausch unter den Ausbilderinnen zu fördern, um den Erfahrungsschutz zu teilen.

00:05:48: Sie öffnen den Austausch, um im LAN Nugget alles etwas schmackhafter zu machen!

00:05:56: Wie sieht denn so ein LAN Nougat aus?

00:06:00: die Lernfade.

00:06:02: Da kann man sich tatsächlich nicht austauschen, sondern die Lerntfades stehen für sich als Lernangebot und diese sind so aufgebaut dass wir unterschiedliche Ebenen haben.

00:06:12: Wir haben ein großes Überthema zum Beispiel das Thema KI in der Berufsbildung und darunter gibt es dann unterschiedliche Unterthemen wie zb rechtliche Grundlagen oder auch unsere KI-Grundlagenschulung zum EUIA-Akt Arbeitsaufgaben mittels KI entwickeln und darunter finden sich dann ein kleiner Learning Snack, wie Sie gesagt haben das schmackhaft zu machen.

00:06:35: Kurzweilig ich kann den individuell für mich in meiner Zeit im meinem Tempo durcharbeiten.

00:06:41: dort finde ich hilfreiche Links Unterrichtsmaterialien sofern es berufspezifisch ist.

00:06:47: Wie kann ich das Thema in der Ausbildung an meine auszubildenden vermitteln?

00:06:52: Das können ganze Arbeitsblätter sein, kleine Quisse oder aber auch wirklich Informationen.

00:06:59: Wie geht das?

00:06:59: Wie funktioniert das?

00:07:01: Wir arbeiten immer mit vielen guten Fallbeispielen um an der Praxis orientiert die Themen an die Frau an den Mann zu bringen.

00:07:09: Liefern Sie auch Vordrucke, die man sich einfach runterladen und den Prüf flingen!

00:07:15: vorlegen kann?

00:07:17: Ja, es gibt auch ganze Arbeitsmaterialien von Arbeitsblättern.

00:07:20: Beschreibbare PDFs.

00:07:21: die kann ich entweder digital ausfüllen lassen durch sie auszubildenden oder aber auch klassisch wie Sie gesagt haben Ausdrucken und Aushändigen.

00:07:28: Die kleinen Küsse können auch genutzt werden um die Ausbildung aufzulockern vielleicht auch eine andere Herangehensweise den Unterricht Digitals oder Digitaler zu gestalten.

00:07:39: Dahinter steht natürlich das Bedürfnis der Prüfenden, tatsächlich diese ganze Sache auch mit einem überschaubaren Aufwand zu gestalten.

00:07:49: Denn die Prüfungen werden von Ehrenamtlichen nebenbei, neben dem vollen Tagewerk abgenommen.

00:07:58: Sagen Sie doch mal was hat sich denn in den vergangenen Jahren?

00:08:03: In der Ausbildung!

00:08:05: am meisten verändert.

00:08:07: Also

00:08:07: ich glaube, eine ganz spürbare Veränderung ist auf jeden Fall der Einzug der KI.

00:08:11: Ich finde das halt alles einmal auf den Kopf gestellt auch die Ausbildung und die Prüfung.

00:08:15: Wir haben ganz neue Möglichkeiten.

00:08:17: wir können wirklich zeitoptimiert arbeiten.

00:08:22: Wir können durch unsere neue LehrKI, die jetzt bald an den Start geht unser KI-Shadbot, können wir Ausbildungs-, Prüfungspersonal in kurzer Zeit und niedrigschwellig zu den Informationen führen, die sie zu dem Zeitpunkt auch wirklich brauchen.

00:08:38: Wir wissen dass die Zielgruppe keine Zeit hat.

00:08:41: Ich meine, die KI ist wunderbar, dass man dann einfach auch auf Leandro fragen kann.

00:08:45: Wie war das jetzt nochmal?

00:08:47: Oder Mensch, stellen mir doch mal einen Lernfahrt zusammen zum Thema Nachhaltigkeit in der Berufsbildung zum Thema Bau!

00:08:54: Die LEERKI speist sich aus allen Informationen von leando.de und bibb.de.

00:08:58: Das heißt ich kann mir auch sicher sein, dass die Information den Lernpfad, den ich da bekomme, dass er auch qualitativ hochwertig ist und dass ich die Information nutzen kann.

00:09:06: oder ich habe mal schnell eine Frage umbekommen dann die Antwort Diese Zeitersparnis, das finde ich hat einmal alles auf den Kopf gestellt.

00:09:14: Ich bin gespannt wo die Reise hingeht.

00:09:15: auch das Thema Prüfung prüfen mit KI bewerten mit KI wird auch spannend werden.

00:09:21: wir versuchen so viel Feedback wie möglich aufzunehmen um uns weiter zu entwickeln und um die Angebote dahingehend zu optimieren oder auch neue Angebote zu schaffen.

00:09:31: wenn jemand kommt und sagt Mensch zu dem Thema gibt es noch gar nichts wäre aber toll wenn Leandro was für mich bereithält, dann nehmen wir das sehr gerne auf und setzen es um.

00:09:41: Was ist denn das größte Problem im Ausbildungsalltag?

00:09:46: Können Sie das benennen?

00:09:47: Haben sie da auch ein Feedback von den Ausbildern?

00:09:51: Da gibt es nicht das eine, da gilt das eine Vielzahl von unterschiedlichsten Schwierigkeiten würde ich mal sagen.

00:09:59: Das kann sowohl die Heterogenität sein, die ich in meiner Klasse habe, kann aber auch dahin zuführen dass die Infrastruktur nicht da ist, Zeit ist ein großes Problem, Fakt ist, dass Ausbildungsprüfungspersonal von einer Vielzahl Von Schwierigkeiten im Alltag umgeben sind, die sie meistern sollen.

00:10:19: Neben der eigentlichen Ausbildung oder Prüfung, also das ist eine Mammutaufgabe gut auszubilden und jede Person da draußen die Ausbilderin oder Prüferin ist ziehe ich immer mein Hut vor was sie tagtäglich bewerkstelligen müssen.

00:10:35: Und ich hoffe dass wir mit Leandro dazu beitragen können Schwierigkeiten wenigstens ein bisschen zu lösen.

00:10:41: Es werden immer mehr

00:10:44: Jugendliche

00:10:45: auch mit Migrationshintergrund gebraucht, um die Reihen hier zu schließen.

00:10:52: Andererseits haben wir auch immer mehr Menschen mit Fluchthintergrund hier, die eine Ausbildung

00:10:58: machen wollen.

00:10:59: Gehen Sie darauf in einem speziellen Bereich bei Leandro noch mal ein?

00:11:03: Auf jeden Fall!

00:11:05: Wir haben zum einen dort natürlich Informationen.

00:11:09: Wo finde ich auch Fördermöglichkeiten?

00:11:10: Wie kann ich, sei das jetzt geflüchtete Personen aber auch Personen mit Migrationshintergrund die vielleicht dort noch Schwierigkeiten haben oder Aufenthaltstitel, dass man sich informieren kann.

00:11:21: Man kann aber auch innerhalb der Lernwelt in unseren Lernfaden für inklusiv ausbilden findet man auch ganz viele Unterstützungsmöglichkeiten individuell wo wir viele Fallbeispiele dann auch durchgehen.

00:11:34: Und sie haben natürlich immer die Möglichkeit, in der Chancen schmiede unser Community in unserer offene von der Arvo Düsseldorfer, die moderiert Fragen zu stellen und die beiden Moderatorinnen dort haben wirklich ein breites Erfahrungswissen und können gut unterstützen, Fragen beantworten.

00:11:52: es gibt auch immer Webinare zu unterschiedlichsten Themen auch nochmal speziell dann auf bestimmte Herausforderungen, die ich mit dieser Zielgruppe haben kann.

00:12:05: Und natürlich gibt es immer noch mal die Möglichkeit uns einfach anzuschreiben!

00:12:09: Was wir zukünftig anbieten wollen sind bei Webinaren natürlich – wir arbeiten ja mit Big Blue Button.

00:12:14: Dort kann man durch die KI sofort das Ganze transkrippieren lassen und sich dann in eine andere Sprache ausgeben oder halt auch mit Untertiteln arbeiten.

00:12:23: Also da wird die Reise auch hingehen, weil uns ist bewusst dass viele Themen auch interessant sind für Personen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, dass man da das Angebot dann schafft.

00:12:33: Jetzt sind Sie schon so lange dabei Frau Schütt!

00:12:36: Was macht denn eine gute Ausbildung im Jahre

00:12:44: Also im Sinne der Auszubildende oder Ausbilderin.

00:12:47: Welcher Perspektive?

00:12:48: Wenn Sie schon fragen, dann hätte ich gerne beide!

00:12:52: Als Auszubilgende ist für mich eine gute Ausbildung dass ich von meinem Ausbilderinnen und dem Betrieb und der Berufsschule bestmöglich gefördert werde das sich handlungsorientiert meine Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbauen kann und natürlich auf die Prüfung gut vorbereitet werden Und auch fürs Leben, um dann anschließend im Betrieb einen festen Platz zu bekommen und Teil des Betriebs sein zu können.

00:13:21: Als Ausbilder, als Ausbilderin macht für mich eine gute Ausbildung aus, dass ich die Möglichkeit habe meine Auszubildenden bestmöglich sowohl Infrastruktur aber auch Zeitressourcen bereitgestellt bekomme, um die Auszubilgenden best möglichst auf die Prüfung vorbereiten zu können und dass ich auch die Legitimation und die Unterstützung von meinen Vorgesetzten habe, und dafür alles gemeinsam tun.

00:13:52: Und natürlich auch das sich gemeinsam mit meiner Berufsschule im Sinne der Lernort-Korporation kooperiere – also kommunizieren, mich koordinieren und dann auch kooperieren zu können ohne dabei einen Burnout zu bekommen!

00:14:08: Eine Sekunde dachte ich bezahlt bekommen sagen Sie

00:14:11: Wir haben ganz hohe Dunkelziffer an Ausbildern und Ausbilderinnen, die das nebenberuflich machen.

00:14:17: Und nicht haupt beruflich!

00:14:19: Wir können sie gar nicht statistisch erfassen aber es ist eine riesengroße Zahl.

00:14:23: Funktioniert natürlich, wir sehen's... Aber wenn Sie mich fragen was ich mir wünschen würde dann, dass sich nicht nur Zeit habe um mich auszubilden sondern auch Zeit habe mich selber weiter zu qualifizieren.

00:14:33: Das ist auch nochmal ein wichtiger Punkt.

00:14:35: Wie hoch ist denn eigentlich diese riesige Zahl, von der Sie sprachen?

00:14:39: Wir sprechen Zahlen von im Jahr zwei Tausendfünfundzwanzig über zwei Millionen Nebenberuflich ausbildenden Fachkräften.

00:14:47: Also dann auch von hier aus nochmal einen großen Dank an die, die das alle neben beruflich machen und an Melanie Schütt, die Hauptberufliche sich dafür einsetzt dass sie dies machen, die bestmögliche Unterstützung bekommen.

00:15:03: Besten Dank, Frau Schitt!

00:15:04: Danke schön!

00:15:05: Am Nachpartisch liegt derweil der Kulturwissenschaftler Dr.

00:15:10: Oliver Naam allerletzter Hand an sein Vortrag.

00:15:14: Sein Thema ist Chancen und Herausforderungen von künstlicher Intelligenz – und zwar in der Berufsausbildung.

00:15:23: Nam ist in Melanie Schütz-Projektgruppe zuständig für alles, was das Thema KI angeht.

00:15:29: Ein echtweites

00:15:30: Feld

00:15:31: und eines für das Erbrennt!

00:15:33: Wir sind dann auch gleich per du und springen ins Thema Wie setze ich die KI am besten ein?

00:15:39: In der Berufsausbildung?

00:15:41: Ich denke Schluss endlich ist das wichtigste Stichwort Mut weil Natürlich, man möchte sich gerne an althergebrachte Arten halten und das ergibt ja auch oft sehr viel Sinn.

00:15:52: Aber in dieser Stelle muss man einfach ins Ausprobieren kommen.

00:15:55: Das lebenslange Lernen steht jetzt gerade wieder viel mehr im Zentrum übrigens auch teilweise mit den Auszubildenden.

00:16:01: Man kann natürlich problemlos auch mit ihnen gemeinsam die KI bedienen reflektieren über die Ergebnisse der herauskommen testen ob irgendwas funktioniert weil die Wahrheit ist auch dass es ja nicht statisches.

00:16:12: selbst wenn ich jetzt perfekt durchdringen könnte wie gut ein Modell eine Aufgabe erfüllt, ist das in drei Monaten wahrscheinlich wieder obsolet als Wissen.

00:16:20: Das heißt also einfach die Bereitschaft in Bewegung zu bleiben sich auszutauschen untereinander... die Kernfrage, um die es eigentlich gerade geht zusammen mit sehr, sehr fundamentalen menschlichen Kompetenzen der Bereitschaft sich kritisch mit den Dingen auseinanderzusetzen.

00:16:38: Die eigene Kommunikationsfähigkeit zu schärfen.

00:16:40: also eigentlich geht es hier überhaupt nicht um irgendetwas Neues sondern um ein Mindset und um sehr alte Kompetensen.

00:16:48: Ja, und das ist eine sehr schöne optimistische lange Sicht auf die Dinge.

00:16:53: Im Moment scheint es aber doch vieler Orten so zu sein dass Schülerinnen und Schüler die KI nutzen um sich vor allem Arbeit abnehmen zu lassen und sie missbrauchen um ihre Aufgaben zu erfüllen.

00:17:08: Wie löst man denn diesen Konflikt?

00:17:12: Die Wahrheit ist, es hat das ein bisschen das Schummeln demokratisiert.

00:17:15: Weil früher hatten manche dann irgendwie so die clevere Tante zu Hause, die in die eine Hausaufgabe da unter die Arme greifen konnte.

00:17:23: Heutzutage haben wir die halt alle bei

00:17:24: uns.".

00:17:25: Es gibt jetzt sozusagen zwei Ebenen der Antwort.

00:17:27: Die sehr pragmatische lautet Wir müssen einfach mehr praktisch und mündlich prüfen Und das heißt im Zweifelsfall fliegen die Leute, die KI eingesetzt haben dann relativ schnell auf die Nase, wenn man mal fragt hey da hast du so was interessantes geschrieben.

00:17:42: Was hast du denn genau dabei gedacht?

00:17:44: und schon bricht das Karten aus zusammen?

00:17:46: Das andere ist es uns natürlich auch ein sehr viel fundamentaleres Problem aufmerksam macht Denn wenn ich vor allem darauf hinarbeite, dass sich eben eine Note bekomme einen Abschluss und ein Zertifikat dann ist es für uns Menschen die wir nun mal alle faul von unserem naturell sind.

00:18:02: Die dankbarste und gangbarste Lösung den kürzesten Weg zu nehmen – und die ist in dem Fall natürlich die KI!

00:18:08: Wenn ich allerdings mehr den Lernprozess ins Zentrum stelle und da wirklich den Fokus drauf lege und gemeinsam mit den Azubis, mit den Berufsschülern da irgendwie vorangehe und spannende Projekte mache Ja, dann ist auf einmal die Motivation anders gelagert und ich muss mir über das Schummel mit KI gar nicht mehr so große Sorgen machen.

00:18:26: Und ich finde eher wir sind da ganz still in eine Unwucht gekommen, die sich eben sehr auf diese Ergebnisfetischismus dahin fokussiert hat.

00:18:34: Und wenn KI uns da ein bisschen den Fehler aufzeigt und uns zwingt, dass Augenmerk wieder mehr auf das Ganzheitliche zu richten, find' ich das eigentlich ganz angenehm.

00:18:42: Nun hast du eben geschildert, dass das Ziel is', KI so gangbar zu machen, dass sie tatsächlich das lebenslange Lernen fördert.

00:18:55: Aber das Promting also die Eingabe der Befehle – das ist eigentlich eine eigene Kunst!

00:19:02: Kannst du uns ganz schnell mal zum Üben für Zuhause so ein paar Leitplanken mitgeben damit wir zu besseren Ergebnissen kommen?

00:19:14: Also das Promptingerstechnik hat immens an Bedeutung eingebüßt.

00:19:17: Tatsächlich früher war es wirklich so, dass man mache drei Anführungszeichen hier schreibt in Markdown und gibt ihm eine Rolle hier und dies und jenes.

00:19:27: aber das ist tatsächlich immer weniger relevant geworden weil die Modelle kompetenter geworden sind.

00:19:31: was ich jetzt einen menschen nahe lege ist die KI als belesenden praktikanten zu betrachten der sich zwar mit vielem auskennt wirklich auf zack ist einem oft allerdings auch was vom Pferd erzählt, wenn er wenig über ein Thema weiß und das sich nicht anmerken lässt.

00:19:47: Das haluzionieren wie man bei KI so gerne sagt und eben auch sehr gefällig ist also einen tendenziell immer mehr Lob für das was man hat aber Das halt auch mit sich bringt, es fehlt der Kontext.

00:19:57: Und wenn ich gut prompten möchte, dann setze ich mich am besten mit diesen Praktikanten hin und erkläre dem was ich genau möchte.

00:20:03: Und das müssen keine in den vier Seiten langen Texte sein.

00:20:07: Stattdessen kann ich mir überlegen, was brauche ich?

00:20:09: Du bist ein Tutor für irgendwie Maschinenbau!

00:20:13: Ich habe dir Dokumente hochgeladen die du bitte immer verwendest um Fragen zu beantworten.

00:20:19: Verrate den Azubis niemals die Lösungen, sondern stehe ihn als so kratischer Helfer zur Verfügung.

00:20:24: Erlaube ihnen immer zu sagen dass sie gerne jetzt einen Lernstand zwischen speichern möchten und erstelle dann eine Datei mit der Sie da beim nächsten Mal weiterarbeiten können.

00:20:34: Und schon ist man tatsächlich eigentlich auf der sicheren Seite und kann loslegen.

00:20:37: also eigentlich ist die Hemmschwelle sehr sehr gering.

00:20:40: Man muss halt einfach machen

00:20:41: Und bietet aber gleichzeitig auch eine Chance, denn je klarer ich mein eigenes Lernziel definiere umso genauer kann ich nicht nur sagen was rauskommen soll und habe damit quasi den Lern-Erwartungsbogen schon ausgefüllt.

00:20:57: Umso klarer wird natürlich auch die Aufgabe formuliert.

00:21:01: sind dann die Schülerinnen und Schüler schon so weit dass sie bereit sind dieses lebenslange Lernen anzugehend.

00:21:10: Ich glaube die meisten Menschen wollen eigentlich lernen, da gab es mal einen schönen Satz wo jemand meinte niemand will mehr arbeiten und die Antwort darauf war Niemand wollte je arbeiten.

00:21:19: aber wir wollen immer teilhaben Wir wollen uns einbringen wir wollen einen positiven Effekt auf die Gesellschaft haben.

00:21:25: das heißt ich glaube Auf unterster Ebene schwimmt in uns allen neben der Faulheit und all dem anderen unser Wunsch mit dabei zu sein und etwas zu verändern.

00:21:34: Wir müssen versuchen eben den Spaß, die Freude das Warum ins Zentrum zu stellen?

00:21:40: Warum lerne ich Mathematik?

00:21:41: Weil mir dass eben die Grundlage gibt damit ich später etwas in der Welt verändern kann Und dieses Bewusstsein, dass wir als Gesellschaft und als Gemeinschaft nur wachsen und gedeihen können.

00:21:51: Und das alle Beiträge die geliefert werden vom Verkäufer über Schreinerinnen und sowas alle wertvoll sind und wir alle darin auch die Möglichkeit haben uns selbst zum Ausdruck zu bringen das in den Fokus zu stellen damit eben die Motivation an der richtigen Stelle liegt.

00:22:05: Das ist die große Herausforderung Keine einfache.

00:22:09: Auf der anderen Seite, ja warum soll ich mir denn bei gewissen Dingen nicht unter die Arme greifen lassen?

00:22:13: Solang ich eben als reflektierter Mensch dabei stehe und mir genau überlege was ich abgebe und was nicht und gegenchecke und die Verantwortung übernehme das kann alles ganz hervorragend sein.

00:22:23: aber es kann leider auch schief gehen.

00:22:26: und da sind wir sage ich mal vorsichtig noch im Aushandlungsprozess wo wir am Schluss landen werden.

00:22:33: Den Bereich, wo das noch nicht so funktioniert hast du eben den Begriff des De-skilling in die Runde geworfen.

00:22:42: Also tatsächlich sich Fähigkeiten geradezu abzutrainieren!

00:22:47: Wie groß ist denn dieser Bereich im Moment?

00:22:50: Ist es das was wir grade in den Schulen erleben mit den schwindenden Leser und

00:22:55: Rechenkompetenzen?!

00:22:57: Na fairerweise auch das gab schon vor KI, da merkt man halt auch wieder KI schafft keine neuen Probleme.

00:23:02: Sie macht nur Probleme evidente und verstärkt sie im Zweifelsfall.

00:23:06: Und ja um diese junge Generation mache ich mir dann tatsächlich doch ein paar Sorgen weil jetzt haben wir Lehrkräfte die noch nicht darauf perfekt eingestellt sind und Schüler die aktuell noch eher auf dass sich möchte hat die gute Note haben abzielen.

00:23:20: das heißt Es mag durchaus passieren, dass wir jetzt einige haben die eine Zeit lang nicht lernen und niemand kriegt es mit.

00:23:26: Und auf einmal wird sie ne Vollkatastrophe.

00:23:29: Ich hoffe dieser Effekt ist möglichst gering.

00:23:31: Die Wahrheit ist das auch bei jeder neuen Technologie so Dass einige Leute leider auf der falschen Seite der Kluft dann stehen bleiben.

00:23:37: Aber wir arbeiten jetzt als BIP sehr hart daran, auch mit dieser Plattform.

00:23:41: Mit unserer Plattform Lerando um eben die Leute zu sensibilisieren und diese Kluft möglich geringst zu halten bzw.

00:23:47: die Leute auf die richtige Seite zu retten.

00:23:48: Und wie weit das dann gelingen mag?

00:23:50: Wir sind ja zum Glück nicht alleine.

00:23:53: Es wird auch wehtun Das ist definitiv wahr leider

00:23:57: Naja,

00:23:58: vor allem den jungen Leuten die nichts lernen und damit natürlich auch der Gesellschaft in die die hineinkommen.

00:24:03: Und die erwartet dass sie gewisse Aufgaben übernehmen können für diese zu dem Zeitpunkt dann leider nicht mehr befähigt sein werden.

00:24:08: und das werden wir ohne frage erleben.

00:24:11: Was wird denn eine gute Ausbildung im Jahr?

00:24:26: Viel wird sich tatsächlich nicht verändern, weil das menschliche im Zentrum bleiben muss.

00:24:31: Weil wir am Schluss eine Welt der Mensch strebt zu Mensch und was eine Welt lebenswert macht ist die Interaktion zwischen den Menschen hat.

00:24:40: Der Lernprozess wird sicherlich sehr anders aussehen.

00:24:42: Wahrscheinlich ist diese Flip Classroom Idee, dass man eben gestützt von KI vielleicht dann sogar von Robotern... Was auch immer!

00:24:48: Das kann alles sein, dass da ganz viel ausgelagert ist.

00:24:50: aber dieses Zusammenkommen und Reflektieren, die Fachkompetenz erwerben und den Kontakt mit Menschen einüben.

00:24:57: Das wird sich sicherlich nicht verändern und vielleicht sogar viel mehr Raum einnehmen – zumindest wenn alles gut läuft, sage ich jetzt mal!

00:25:05: Ich danke ganz herzlich für deine Zeit Oliver und für deine erhehlenden Einblicke.

00:25:11: Vielen Dank für das spannende Gespräch und gerne wieder bei späterer Gelegenheit.

00:25:15: Jetzt fehlt nur noch einen Vortrag der von Felicia Ulrich.

00:25:21: Sie ist Geschäftsführerin in Viertelgeneration und zertifizierte Eignungsdiagnostikerin der U-Formtestsysteme GmbH & Co.

00:25:33: In Solingen.

00:25:34: Ihr Spezialgebiet ist Azuberekruting per KI, verurich kann die KI da den Menschen ersetzen?

00:25:43: Es gibt diesen schönen Spruch FOOL, BUSYTOOL ist still a fool.

00:25:47: Ich glaube es ist ganz wichtig dass wir verstehen das was lästig ist auslagern und dass wir die KI da nutzen wo sie uns wirklich Hilfestellung geben kann also zum Beispiel beim Formulieren von Stellen an zeigen aber dass wir immer den Kopf dabei behalten.

00:26:03: Nun

00:26:03: erstellen Sie ja Testformulare.

00:26:06: Das ist das was Sie jetzt in Vöttergeneration tun.

00:26:10: Da würde man ja denken, da bietet sich das mal so richtig an.

00:26:13: Sie trainieren ihre KI, ihren Chatbot und woops.

00:26:18: läuft die Sache!

00:26:19: Ist das so?

00:26:20: Nee, das

00:26:20: ist nicht so.

00:26:21: Weil wirklich gute Tests müssen hohen Ansprüchen gerecht werden und natürlich kann man mal eine Aufgabe mit der KI formulieren lassen aber die ganze Vermessung von dem Test muss halt norm verteilt sein und all diese Dinge und dazu halluciniert die KI einfach auch noch viel zuviel.

00:26:36: also wir nutzen sie auch in kleinem Maße aber eben da nur mit IQ.

00:26:41: Nun befassen Sie sich ja sogar mit der Eingangskontrolle!

00:26:48: Eignungsdiagnostiken passt der Azubi überhaupt zu dem Beruf, den er sich so vorgestellt hat.

00:26:57: Wie funktioniert das?

00:26:58: Eignungsiagnostik ist ja ein super sperriger Begriff und wenn man dann noch nach DIN-Dreien drei vier dreißigvierzig besser wichtig ist.

00:27:05: also wir beschweren uns immer wir bekommen nicht mehr genug geeignete Azubis.

00:27:10: Und das hat ja zwei Aspekte, einmal genug, das ist ein Marketing-Thema, das wird heute auch sein aber auch geeignet.

00:27:15: wie legen wir denn eigentlich Ereignung fest?

00:27:17: und ganz häufig sind das Glaubenssätze Irrtümer.

00:27:20: unser Gehirn hat ganz viele so Dinge wo es uns auf die falsche Pferde lockt und da eben was zu nehmen was wissenschaftlich fundiert ist und sich vorher auch mal wirklich Gedanken zu machen welcher Azubi passt denn eigentlich?

00:27:33: Also habe ich einen Anforderungsprofil nicht nur im Kopf sondern auf dem Blatt mit anderen Kollegen.

00:27:39: Und dann zu vergleichen, so wie sie das beim Sofa machen würden, würden Sie auch nicht schätzen, da würden Sie messen?

00:27:44: Dann zu vergreichen passt sozusagen das Anforderungsprofil mit dem überein was der Bewerber mitbringt.

00:27:50: Das macht man zum Beispiel Mitgesprächen, zum Beispiel mit Tests und Probearbeiten – das ist ganz wichtig!

00:27:56: Dann kann ich hinterher sagen, er ist geeignet.

00:27:58: Ganz häufig sagen wir so Sachen….

00:27:59: Der hat sich nicht ausreichend über den Beruf informiert.

00:28:02: Das ist zerschön für uns, es sagt überhaupt nichts Ereignungen aus diese Glaubenssätze aufzuzeigen, das ist mir halt auch super wichtig.

00:28:08: Im Prinzip ist es ja dann alles eine systematisierte Möglichkeit um die eigenen Vorurteile über Bord zu werfen oder?

00:28:17: Der ist zu dick der ist bestimmt nicht beweglich oder hat ein auffälliges Make-up.

00:28:23: wie kann man das denn in einer Arztpraxis unterbringen?

00:28:25: so ne Sachen?

00:28:26: Genau so ne Sache.

00:28:27: ich bin immer das beste Beispiel dafür.

00:28:29: was sie auch sehr gerne genommen sind die guten Noten im Fach Deutsch.

00:28:33: Was sagen die aus, dass sie Goethe und Schiller gut interpretieren können?

00:28:36: Und nichts über die Rechtschreibung.

00:28:37: Ich hatte eine Zwei-Plus im Abi und bin Legasthenikerin.

00:28:40: Ja also dieses Interpretorische das konnte ich gut.

00:28:43: aber wenn man jemanden haben will der eben wirklich die deutsche Sprache ein Wort in Schrift beherrscht dann muss sich das anders testen.

00:28:48: Das sagt keine Schulnote aus!

00:28:51: Da gibt es ganz ganz viele so Glaubenssätze.

00:28:53: Es gibt Menschen sogenannte Halo Effekt.

00:28:55: Die haben halt einen Auftreten wo man denkt Wow!

00:28:58: Den traust du alles zu.

00:28:59: Das sind aber ganz häufig die Blender und auch da muss man eben dahinter gucken, unser Gehirn ist halt niemals objektiv sondern es ist ein ziemlich subjektives Aber-Hochleistungsgerät.

00:29:10: Welcher Stups wäre denn einer wo sie sagen also das machen die meisten Ausbildungsbetriebe immer noch falsch?

00:29:19: Also ich glaube dass wir verstehen müssen, dass die Azubis zwei Dinge brauchen müssen digital zu finden sein.

00:29:25: Und da kann ich auch als kleines Unternehmen durch die Arbeitsagentur oder Jobdosen was machen, aber – und das unterschätzt man oft – wir müssen auch als Menschen präsent sein.

00:29:34: Die jungen Menschen wollen Kontakt mit Menschen!

00:29:37: Da kann ein kleines Unternehm unglaublich viel machen, weil da spreche ich dann vielleicht mal mit dem Geschäftsführer persönlich.

00:29:43: Also, un einem Beispiel, dass es immer wieder sind Stellen anzeigen….

00:29:47: Wenn wir ein Produkt bewerben, dann erzählen wir dem Kunden, warum er mit diesem Produkt besser wird.

00:29:52: Was ihm hilft?

00:29:54: Wenn wir in Stellenanzeigen schreiben, schreiben wir meistens als erstes mal über uns und sind die größten.

00:29:58: Wir sind das führende Unternehmen in bla bla bla... Und das auch noch einmal in Texten, die selten für die Ziegruppe sind!

00:30:04: Und stattdessen sie mit ihren Nöten, ihren Sorgen, ihren Ängsten abzuholen, das wäre viel besser und da kann die Keilübung sehr hilfreich sein

00:30:12: wenn man die Zielgruppe sauber eingibt, ne?

00:30:15: Ja.

00:30:15: Wir machen Deutschlands größte doppelperspektivische Studie das heißt wir befragen die jungen Menschen was sie sich wünschen und Ausführungsunternehmen und diese Studie der kann man wunderbar als Grundlage nehmen.

00:30:25: dann weiß man was fünf sechs tausend junge menschen sagen kann.

00:30:29: ich sagen ach guck mal das wollen die in einer stelle anzeige lesen.

00:30:32: dass sage ich der KI jetzt.

00:30:33: dann sage ich welcher beruf ich habe welche ansprache ich will und dann kriegt ihr schon ziemlich guten text.

00:30:40: Frau Ulrich, was wollen denn die jungen Menschen eigentlich?

00:30:43: Was wollen sie wissen bevor Sie sich für eine Ausbildung entscheiden?

00:30:47: und was wollen sie dann in der Ausbildung.

00:30:49: Bevor Sie sich für eine Ausbildung entscheiden, einer der wesentlichsten Punkten ist sie wollen wissen welche Anforderungen muss ich erfüllen.

00:30:55: Also was brauche ich denn überhaupt um den Job machen zu können?

00:30:58: Und Anforderung damit meine ich nicht so bullshit Bingo-Wörte wie Teamfähigkeit wird jeder sagen Joa!

00:31:04: Ich bin teamfähig und keiner kann es definieren Sondern klare Anforderen was muss ich mitbringen damit ich diesen Job erfolgreich machen kann.

00:31:11: Da muss ich mir als Unternehmen wirklich mal Gedanken machen.

00:31:14: Dann wollen Sie natürlich auch wissen Wie läuft so ne Ausbildung ab?

00:31:16: Was erwartet mich da eigentlich?

00:31:18: Mit welchen Menschen habe ich es zu tun.

00:31:20: Natürlich wollen sie auch wissen, wie sind die Arbeitszeiten?

00:31:23: Was für eine Ausbildungsvergütung bekomme

00:31:25: ich?".

00:31:25: Aber Benefits werden manchmal auch überbewertet weil die kann man natürlich extrem schnell austauschen.

00:31:30: also wenn der Nachbarbetrieb jetzt da Jobrad anbietet dann kann ich sagen oh Jobrad mache ich jetzt auch.

00:31:34: Aber wenn wir ein bisschen mehr auf meine eigenen Werte gucken, wofür stehe ich denn eigentlich?

00:31:38: Wenn nicht den ganzen Prozess die Stellen anzeigen wertschätzend Gestalter und die Jugendlichen das Gefühl haben, guck mal!

00:31:44: Die wollen ja wirklich mich.

00:31:45: Und sie nehmen mich ernst.

00:31:47: Und die antworten mir nicht erst nach drei Monaten oder sie antwortet mir gar nicht.

00:31:51: Das kann unglaublich viel

00:31:52: bewirken.".

00:31:53: Werden diese Ergebnisse bei Ihnen abgefragt?

00:31:55: Oder haben Sie so einen Vertrag mit Ihren Partnerunternehmen, dass Sie sagen, hier der Ergebnis unserer Umfrage tut dies, kommt

00:32:03: das?!

00:32:04: Also wir machen das an ganz verschiedenen Stellen, die alten Studien kann man sich meistens kostenlos runterladen.

00:32:10: Wir machen dazu aber auch ganz viele kostenlose Bibinare um die Ergebnisse eben auch umzusetzen.

00:32:15: also nicht nur zu sagen dass ist das Ergebnis sondern wie kannst du es machen wofür kannst du's nutzen?

00:32:19: Wir veröffentlichen das auch in den sozialen Medien und wir schreiben auch ein Newsletter.

00:32:23: also wir teilen dieses Wissen weil ich glaube das ist ganz wichtig dass man wissen hat und wissen teilt und machen eben auch dazu White Paper oder so was die wirklich den Unternehmens-Tipps geben, wie kann ich das jetzt umsetzen?

00:32:36: Weil Theorie und Zahlen sind schön.

00:32:38: Aber schlussendlich brauche ich manchmal einfach auch ein Hinweis, wie es umsetzten

00:32:41: kann.".

00:32:41: Diese Unternehmen die ihre Hinweise befolgen, sind das tatsächlich immer die größeren?

00:32:49: oder taugen Ihre Vorschläge auch für kleine Unternehmen?

00:32:54: Nee,

00:32:54: also das taugt immer auch für Kleine.

00:32:56: Wir machen jetzt in einer Woche ein Webinar Smart und Clever – das sind genau Tipps, zwanzig Tipps für KMU!

00:33:03: Und manchmal ist es ja so was Einfaches wie dass du.

00:33:06: Sechzig Prozent der Azubis möchten lieber in einem Unternehmen arbeiten wo gedutzt wird.

00:33:11: Das kann ich in einem kleinen Unternehmen viel einfacher umsetzen indem ich vielleicht mal mit dem Chef rede und sage guck mal hier eine spannende Zahl als in einem großen Unternehmen.

00:33:20: viele große Kunden, mit denen wir auch hausieren gehen.

00:33:23: Wir haben aber ganz, ganz tolle kleine mittelständische Unternehmen wie die Bäckerfrauen mit dem QR-Code und der Schnitzeljagd.

00:33:29: Super Ideen oder?

00:33:31: Also das ist immer so ein Vorurteil dass die Kleinen nicht kreativ sein können.

00:33:34: Die haben oft den Vorteil sie Sachen sehr viel schneller umsetzen können und sich vielleicht auch eher mal was trauen als die Großen.

00:33:40: Ist es eigentlich so, dass die Auszubildenden dieser Tage Wirklich wenig motiviert sind oder ist das immer nur so ein Vorurteil, dass sie wirklich vor allem ihre geregelte Vier-Tagewoche haben wollen?

00:33:57: Das ist ein Voruhrteil.

00:33:58: Es geht ganz lustig.

00:33:58: Ich kenne einen Beispiel bei uns aus dem Siegerland.

00:34:01: der hat einem Unternehmer gesagt okay er stellt sich darauf ein.

00:34:04: Er bietet den Azubis an.

00:34:05: die können wählen zwischen thirty fünf und vierzig Stunden Arbeitswoche und das Gehalt ist aber entsprechend angepasst Und kein einziger Azubi hat sich für thirty-fünf Stunden entschieden.

00:34:15: Alle haben die vierzig Stunden genommen, wenn sie nur unspannende Aufgaben machen, wenn Sie die behandeln will, persönlichen Hausklappen?

00:34:22: Wenn Sie denen erzählen dass sie nix können und das sie nicks sind?

00:34:25: Dass die dann nicht motiviert sind?

00:34:27: Brauchen wir uns nicht wundern wären wir wahrscheinlich auch nicht!

00:34:30: Ich erlebe das so.

00:34:30: wenn Sie den jungen Leuten was zutrauen.

00:34:32: Wenn Sie die fordern und fördern, dass die dann sehr wohl Lust haben zu arbeiten Mich immer unglaublich stört, dass wir es als Gesellschaft ja auch so weit getrieben haben, Arbeit als was Negatives darzustellen.

00:34:47: Ah ist schon wieder Montag!

00:34:48: Oh Gott sei Dankes Freitag!

00:34:50: Dabei wissen wir Menschen die arbeitslos sind werden häufiger krank, haben mehr psychische Probleme weil Arbeit ein erfüllender Faktor ist und ich glaube das müssen wir den Jugendlichen stärker vermitteln.

00:35:00: Mein eigener Sohn hat eine Ausbildung gemacht im IT-Bereich und wie dieses Kind gewachsen ist in den drei Jahren.

00:35:06: Das war so schön zu sehen, heute hat er selber Azubis und gibt das weiter was er erlebt hat und es war weil man an ihn geglaubt hat!

00:35:14: Und das ist einfach so wichtig und glaube da können die jungen Menschen ne ganze Menge.

00:35:19: wir müssen sie nur mal fördern und manchmal müssen wir sehr auch Impopo treten.

00:35:23: ich sag's jetzt mal so... Auch das war bei uns nicht anders.

00:35:26: Hat Ihnen eigentlich irgendwas gefehlt in Ihrer Ausbildung?

00:35:30: Welche Ausbildung haben Sie denn überhaupt gemacht?

00:35:32: Oh, ich bin ja ganz schlimme.

00:35:33: Ich habe eine Ausbildung abgebrochen in der Gastronomie weil ich nicht damit klargekommen bin wie mit mir als junger Frau umgegangen worden ist also dass sich regelmäßig Geld dafür geboten bekommen habe abends nochmal wiederzukommen und hab dann eine Banklehre gemacht das auch am Anfang ganz furchtbar gefunden, weil mir auch gefehlt hat dass wir sehr normativ beurteilt wurden.

00:35:55: Also trotzdem bräuchts nicht, beides nicht also dieses am Mensch gedient zu haben und es ist Gastronomie.

00:36:01: im Endeffekt ist was das nämlich mein ganzes Leben lang sehr positiv geprägt hat.

00:36:04: ich habe mir beim Studium locker das Geld verdienen können indem ich Kellnern gegangen bin.

00:36:10: in dieser Ausbildungsposition zu sein, glaube ich ist was das trägt mein In sich.

00:36:15: Ich habe jetzt gerade vor einer Woche noch mal eine Prüfung gemacht.

00:36:17: Ich weiß jetzt wie die ganzen Azubis sich fühlen und hab das wirklich nochmal richtig gefühlt.

00:36:21: Und ich glaube dass es auch etwas ganz wichtig ist, dass wir uns einfach nochmal zurückversetzen.

00:36:26: Dass wir nochmal überlegen wie ging's uns denn eigentlich?

00:36:29: Das schafft ganz ganz viel Verständnis!

00:36:31: Wenn Sie jetzt so fünf Finger heben könnten an denen sie abzählen welche Tipps sind die heißesten.

00:36:37: Welche wären das?

00:36:39: Mein erster Tipp ist, liebe deine Zielgruppe.

00:36:41: Haltung bestimmt Haltung!

00:36:43: Wenn ich schon denke, was das für eine Generation ist und mehr, dann möchte ich als junger Mensch nicht mit jemanden arbeiten der mich eigentlich ablehnt sondern ja die sind anders wir waren auch anders.

00:36:53: und diese Haltung zu sagen ja sie sind so wie sie sind gut vielleicht anders, das ist der wesentlichste Tipp in meinen Augen.

00:37:00: Das zweite ist gute Botschaften also Stellen an seinen Karriereseiten die Informationen enthalten, die ich als junger Mensch brauche um mich für das Unternehmen zu entscheiden.

00:37:10: Mich wirklich auch als Ausbildern nochmal in die Situation zu versetzen.

00:37:13: was hätte ich denn damals an Informationen gebraucht?

00:37:16: und diese

00:37:17: guten Botschaft muss man dann natürlich in verschiedenen Kanälen sichtbar machen.

00:37:22: Sie müssen digital findbar sein, aber eben auch so was wie ein gutes Empfehlungsmarketing.

00:37:27: Also meine Mitarbeiter oder meine Kunden mit einzubinden und zu sagen hey wir brauchen Ausbildungsplätze!

00:37:33: Wir wollen die besetzen.

00:37:35: Kennt ihr nicht jemanden der passt?

00:37:36: Wir wissen Empfehlungsmarketing ist eine Win-win Situation für alle Beteiligten.

00:37:41: Ich bin ja ein großer Freund von gutem Messe Marketing.

00:37:44: also wenn ich auf Job messen gehe Wenn ich in Schulen gehe mir vorher zu überlegen Wie kann ich meine Ausbildung erlebbar machen junge Menschen ansprechen und nicht erwarten, dass die zu mir an Stand kommen.

00:37:55: Und mich mit denen nur zehn Minuten unterhalten finde ich auch ein super wichtiges Thema und natürlich auch ein gutes Ankommen ermöglichen.

00:38:03: Also vielleicht nicht immer noch einen Event oder noch ein Event aber den jungen Menschen dann anfangen an das Gefühl zu geben du bist hier Zuhause ihr Chef heute eben ganz Süßes.

00:38:12: eine WhatsApp vom zukünftigen Abendgeber seines Sohnes die einfach ihm zum Abitur alles Gute gewünscht haben.

00:38:19: Das ist so wertschätzend Das sind so kleine Gesten, für die auch die jungen Menschen sehr empfänglich sind.

00:38:25: Und das kann ich von ganz groß bis ganz klein in jedem Unternehmen umsetzen!

00:38:29: Habe ich noch einen?

00:38:30: Schnelle Bewerbungsprozesse natürlich auch ganz wichtig.

00:38:33: Generation WhatsApp, die möchten nicht mehr drei Wochen warten sondern schnell einfach ein Prozess.

00:38:38: auch super wichtig weil wenn ich vorher ganz tolles Marketing mache und dann schaltet der im Prozess, weil es einfach lange dauert ist doof!

00:38:44: Seit der ersten Studie steht in jeder Studie Ich habe kein Feedback bekommen, ich hab keine Rückmeldung bekommen.

00:38:49: Wir sind die Großen.

00:38:50: wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen.

00:38:53: ehrliche Fähre nette absagen Auch das hilft sozusagen den Generationen zu lernen und auch mal vielleicht zu sagen, was sie falsch gemacht haben.

00:39:02: Da würde ich mir sehr viel mehr Offenheit und Ehrlichkeit von den Unternehmen

00:39:06: wünschen.".

00:39:06: Wir alle möchten wertgeschätzt werden.

00:39:08: Es kostet nichts!

00:39:09: Und ist so wertvoll... nicht nur wollen und das probiere ich morgen mal, sondern einfach ausprobieren kann ja nie schief

00:39:32: gehen.

00:39:32: Herzlich willkommen noch einmal bei Macherse in Brandenburg.

00:39:35: wir machen das hier die ganze Zeit so vor Ulrich.

00:39:38: Besten Dank dass Sie so viel Zeit für mich hatten.

00:39:40: sie machen es richtig!

00:39:41: Und dem kann man nun wirklich nichts mehr hinzufügen.

00:39:45: nächstes Mal geht's bei uns ab auf die Schiene.

00:39:49: da besuche ich die Havel ländische Eisenbahn AG in Wustermap.

00:39:54: abonnieren sie uns dann erfahren sie gleich wann die nächste Folge abrufbereit ist.

00:39:59: Mein Name ist Stefanie Schuster, besten Dank fürs Einschalten und bis bald!

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