Einsteigen und dabeibleiben| Mach es in Brandenburg (34)
Shownotes
Einsteigen und dabeibleiben 🔧! Im brandneuen IHK-Podcast zeigen die Ausbildungsprofis der Havelländischen Eisenbahn AG 🚂, wie Fachkräftesicherung durch Ausbilden funktioniert.
Zur Havelländischen Eisenbahn AG in Wustermark kommen diejenigen, die schon immer wussten, was sie einmal werden wollen. Seit 2011 bildet das private Güterbahn-unternehmen junge Leute aus, die gern eine 80- bis 120-t-Lok durch die Republik steuern möchten.
Nachwuchsprobleme hat die HVLE nicht.
Auf Messen, über Empfehlungsprogramme oder Social Media entsteht unkompliziert der erste Kontakt. Dann geht es ins Bewerbungsgespräch. „Wir wollen die jungen Menschen kennenlernen“, erklärt Personalerin Daniela Neus. „Uns sind die Persönlichkeit und die Leidenschaft für den Beruf wichtig. Wenn wir das merken, hat der- oder diejenige schon einen Bein in der Tür“, sagt sie im Interview mit unserer Podcast-Reporterin Stefanie Schuster.
Die Ausbildung hat innerhalb des Unternehmens einen sehr hohen Stellenwert. Denn die HVLE bildet die nächste Fachkräftegeneration auf der Schiene für den eigenen Bedarf aus. „Wir wollen, dass sie bleiben, und garantieren allen, die die Ausbildung erfolgreich absolvieren, schon vom ersten Tag an die Übernahme“, sagt Ausbildungsleiter Thomas Franke. „Mathe und Physik sollten nicht die schlechtesten Zensuren sein. Für uns ist aber wichtiger, was man früher als Kopfnoten bezeichnet hat. Wir stellen jedes Jahr eine Gruppe aus zwischen sieben und zehn Auszubildenden zusammen. Und die Gruppe muss eben auch zusammenpassen.“
Hier geht’s um Teamgeist
Der wertschätzende Umgang mit allen Mitarbeitenden ist spürbar. Neben Benefits wie einem 13. Monatsgehalt, WG-Zimmern für Zugezogene oder einem kostenlosen Parkplatz gibt es hier etwas Einzigartiges zu erleben: Im dritten Lehrjahr gehen die Ausbilder mit ihren Azubis gemeinsam ein Projekt im Ausland an. Sie versuchen, ein ausrangiertes altes Eisenbahnfahrzeug zu finden, es zu ertüchtigen und wieder auf die Schiene zu bringen. Ob Eritrea, Südafrika, Griechenland oder Frankreich: Hier lernen die angehenden Lokomotivführerinnen und Lokomotivführer, zusammenzuarbeiten und vor allem zu improvisieren.
Das ist Ausbildung für echte Eisenbahnfans!
Transkript anzeigen
00:00:00: Das ist auch das, was mich beflügelt hat bei der HVLE zu arbeiten und auch zu bleiben.
00:00:05: Der wertschätzende Umgang miteinander – dass Personal-Themen, Führungsthemen einen Stellenwert im Unternehmen hat, dass sich um unsere Mitarbeiter sehr gut gekümmert wird, dass es keine Nullachtfünfzehnlösungen gibt, sondern dass wir wirklich individuell schauen.
00:00:21: Und das tun wir eben auch innerhalb der Ausbildung.
00:00:24: Zeugnisse kann man schlecht vergleichen, womit ich nicht sagen will Zeugnisse sind nicht wichtig, also nicht falsch verstehen sage ich jetzt mal so wenn ich von zwei verschiedenen Schulen, zwei verschiedene Zeugnisse sehe.
00:00:34: Da fliege ich immer zu sagen Mathe und Physik sollten nicht die schlechtesten Sensuren sein, wenn man Lokführer werden will.
00:00:39: Für uns fast Wichtiger sind eigentlich diese was man früher als Kopfnoten bezeichnet hat Und vor allen Dingen die Fehltage.
00:00:44: Das sind für uns viel Wichtier alt, andere kann man fast lernen.
00:00:47: Wir stellen jedes Jahr eine Gruppe zusammen zwischen sieben und zehn auszubildenden In dieser Größenordnung.
00:00:54: Die Gruppe muss auch zusammen passen.
00:01:02: Die ideale Berufsausbildung lässt sich wunderbar an dem Modell einer gut funktionierenden Eisenbahn erklären.
00:01:09: Etwa so, man geht zum Bahnhof entscheidet sich für eine Richtung steigt in den bereitstehenden Zug nimmt seinen Platz ein und losgeht die Reise!
00:01:17: Die Haltestellen erscheinen schön nacheinander angesagter Reihenfolge und erst wenn man sein Ziel erreicht hat steigt man wieder aus.
00:01:26: Klingt zu schön, um wahrzuseilen?
00:01:27: Heute fahre ich also raus zur Haveländischen Eisenbahn-Aktiengesellschaft in Wustermack und dort geht es schon so zu.
00:01:33: Und dafür bekommt die HVLE sogar regelmäßig Preise.
00:01:37: Wofür genau!
00:01:38: Das erzählt mir jetzt Ausbildungsleiter Thomas Franke der Trainer...
00:01:43: André
00:01:43: Ciscau?!
00:01:44: ...und vielleicht sogar die Personalchefin – ja richtig
00:01:49: Daniela Neuse.
00:01:50: Also ich habe heute sehr viel Gesellschaft, vielleicht treffe ich auch noch richtige Lebende auszubildende Und ich sage schon mal herzlich willkommen bei Machers im Brandenburg, dem Podcast der IHK Potsdam.
00:02:00: Mein Name ist Stefanie Schuster.
00:02:02: Wie schön dass Sie eingeschaltet haben und wie schön... ...dass sie da sind und sich Zeit für mich nehmen.
00:02:09: Womit fangen wir jetzt an?
00:02:10: Mit den Azubis natürlich!
00:02:12: Herr Franke, Ich laufe Ihnen nach.
00:02:15: Wie groß ist das hier?
00:02:16: Oh, drei Komma acht Kilometer lang würde ich sagen.
00:02:19: Wir sind groß viele Gleise.
00:02:22: Unser alter Chef hat den damals Da sollte zugemacht werden und der hat gesagt, so ein Bahnhof darf man kurz vor der Stadt nicht zumachen.
00:02:29: Und deshalb haben wir den damals Bär gekauft.
00:02:34: Nicht für einen Euro mussten ihn richtig bezahlen aber heute würden sie wohl nicht mehr machen.
00:02:39: Eigentlich ganz Elztal ist schon dominiert.
00:02:43: hier vom Bahnhof?
00:02:44: Elztall ist eine Eisenbahn her statt.
00:02:46: die Elztahl ist gegründet worden mit dem Bau des Bahnhofs.
00:02:49: Das ist also eine richtige Eisenbahn der Stadt, was zumindest mal früher so konzipiert.
00:02:56: Und es auch jetzt noch gigantischem Güterverkehr habe ich gesehen.
00:03:01: Sie haben hier den allergrößten Güter-Bahnhof der Privatwirtschaftlich
00:03:05: Betrieb mit.
00:03:06: Man hat ja lange gedacht das Eisenbahner da sein.
00:03:10: Es ging so sann im Ende entgegen und zack kam die Klimawende!
00:03:14: Die Eisenbahn wird schon gebraucht, wenn sie am Objekt ganz schlecht im Licht aufstehen darf.
00:03:18: Herr Franke, wir gehen hier jetzt schon gefühlt ein Kilometer übers Gelände und wir sind so wie das aussieht ohne lange Lichter.
00:03:26: Vielleicht können Sie
00:03:27: ja schon mal erzählen, wie sie eigentlich hier zur Eisenbahn gekommen
00:03:31: sind?
00:03:31: Das war mein Hobby gewesen.
00:03:33: Ich habe mit Freunden in der Schulzeit immer damals in den Dampfloks gefahren.
00:03:37: Da haben wir immer Dampflocks verfolgt und fotografiert und so bin ich zur Eisenbahne gekommen.
00:03:41: Und was haben Sie dann gelernt, was ist Ihr Ausbildungsberuf?
00:03:45: Ich bin die leinte Elektromonteur.
00:03:46: Aber elektromonteure bin ich los geworden weil ich Lokführer gehen wollte und das war der Grundberuf dafür gewesen!
00:03:51: Und
00:03:51: waren sie auch mal
00:03:53: Lokführern?
00:03:54: Bin ich immer noch.
00:03:55: Dankeschön!
00:03:56: Wo gehen wir jetzt rein?
00:03:57: Wir müssen ins Ausführungsgebäude.
00:04:00: Und die warten
00:04:00: alle auf
00:04:01: uns?!
00:04:02: Ich glaube hier wird es warten.
00:04:03: Wir haben keine Wahl.
00:04:03: Die müssen halt hier sein...
00:04:06: Wer sind Sie denn?
00:04:07: Ein Auszubildender.
00:04:08: Ja, da lasse ich nämlich... Ich bin ein Auszubillener!
00:04:11: Ich bin Dominik und ich komme eigentlich ursprünglich aus Polen.
00:04:13: Ich bin hier im zweiten Aussennungslehrer bei der Haferländischen Eisenbahn.
00:04:18: Dominik, wozu werden Sie hier ausgebildet?
00:04:20: Es gibt glaube ich ganz viele Ausbildungsberufe hier oder?
00:04:23: Sehr Hauptberuf hier ist Lokführer.
00:04:25: Warum
00:04:25: machen sie hier Ihre Ausbildung?
00:04:27: Ich muss sagen, ich war zu einer Ausbildungsmesse in Falkensee vor drei Jahren und da waren einfach die Aussteller von der Haftländischen am nettesten.
00:04:38: Ich habe mich dann direkt beworben und später durfte ich ja zum Bewerbungstest und so bin ich hier gelandet.
00:04:44: Ich bin nicht ganz zufrieden.
00:04:45: Gehören
00:04:46: Sie zu den Jungs, die immer schon Lokführer werden wollten?
00:04:49: Ja auf jeden Fall!
00:04:51: Wie war denn dieser Bewerbungstest?
00:04:53: War der schwer?
00:04:54: Naja, der war nicht einfach aber der war auch nicht unbedingt super schwer.
00:04:58: also ich weiß dass ich den ja auch nicht perfekt geschrieben habe und trotzdem bin ich ja her.
00:05:04: Jetzt haben sie gesagt, sie wollen sich zum Lokführerausbilden lassen und sind im zweiten Lehrjahr... Sind sie schon Loks alleine
00:05:10: gefahren?!
00:05:11: Nee
00:05:12: Wann fängt denn das an?
00:05:13: Es fängt im dritten Lehrern an.
00:05:15: Und was lernen Sie so auf dem Weg dahin, so ...
00:05:19: Ich muss wissen, wie ich alles die Wagen kuppeln muss.
00:05:23: Nicht dass sie ja beschädigt werden.
00:05:25: Wie ich den Zug von A nach B sicherbringe ohne dass da beim Menschen verletzt oder gefühlt wird sogar.
00:05:33: Es ist ganz interessant!
00:05:35: Also es gibt viele Sachen, verschiedene Felder.
00:05:38: Das ist ein bisschen mehr als nur Signaler schauen.
00:05:41: Es ist viel, aber es ist auch nie so schwer hinzukriegen.
00:05:45: Gehen Sie gleich mit zum Locksimulator?
00:05:47: Ja gerne!
00:05:48: Super
00:05:48: dann haben wir ja schon einen Kandidaten und alle anderen sind weg.
00:05:51: Erzählen sie doch mal ganz schnell noch was zum Bewerbungsprozess.
00:05:55: ich habe das ja nur auf Ihrer Homepage gesehen von mir.
00:05:57: Also man braucht sich im Prinzip nur mit einem Anruf und seinen Kontaktdaten zu bewerben.
00:06:03: Das fand ich ja ganz erstaunlich, das habe ich noch nie gesehen!
00:06:06: Ich komme aus einer Generation wo eine Bewerbung eine Woche Arbeit ist.
00:06:10: Ja richtig auch eine Be.
00:06:11: Werbung ist definitiv viel Arbeit.
00:06:13: wir wollen aber sehr niedrigschwellig rangehen.
00:06:16: Wir treten auf unterschiedliche Art und Weise mit unseren potentiellen Azubis in den Kontakt.
00:06:21: Wir gehen auf Messen, wir wollen die Azubi oder jungen Menschen persönlich kennenlernen.
00:06:26: da reicht ein Gespräch, es reicht ein Telefonanruf der erster Kontakt entscheidet und dann laden wir auch schon zum Bewerbungsgespräch ein.
00:06:35: Also das ist wirklich unkompliziert.
00:06:37: Beschalten
00:06:38: Sie denn überhaupt noch Anzeigen?
00:06:39: Ja!
00:06:40: Wir schalten auch noch klassisch Anzeige... funktioniert aber auch viel über wer kennt wehen, über Empfehlungsprogramme.
00:06:49: Über wie gesagt messen.
00:06:50: manchmal nutzen wir auch schon die sozialen Kanäle.
00:06:54: was heißt nun manchmal mittlerweile schon sehr aktiv?
00:06:56: das sind ganz unterschiedliche Wege über die wir suchen.
00:07:00: Wie viele Bewerber haben sie denn so pro Ausbildungsjahr?
00:07:03: Sie nehmen so zwischen acht und zehn bewerberinnen und Bewerbe?
00:07:07: Richtig!
00:07:08: Bewerbungen haben ja so zwischen.
00:07:14: Und was ist Ihnen bei der Auswahl am wichtigsten?
00:07:18: Uns ist sehr wichtig die Persönlichkeit und die Leidenschaft für den Beruf, der mitgebracht wird.
00:07:24: Wenn wir das merken hat derjenige oder diejenige schon auf jeden Fall als Bein in der Tür.
00:07:31: dann gibt es natürlich noch weitere Faktoren.
00:07:33: aber da denke ich kann Thomas Franke noch mehr aus dem Nähkästchen plaudern.
00:07:38: Dann marschieren wir jetzt erst mal rüber.
00:07:40: Also was ist das hier, Herr Franke?
00:07:42: Von alte Gebäude bis in die Hinten waren die Wagenmester drin.
00:07:45: Wir sind früher zu Reisbahnzeiten.
00:07:47: Ganz hinten wo der Simulator steht war früher Kohlen-Schuppen also wie gesagt eine unterschiedliche Verwendung früher gewesen.
00:07:53: Also dann gehen wir jetzt in den Kohlenschuppen schrägstrich zum Fahrsimulator und Dominik kommt mit ein Führerstand!
00:07:59: Herr Ciskar, wir sind jetzt hier im Fahrsimulator.
00:08:03: Das ist Ihr Beritt?
00:08:05: Ja, so kann man das nennen.
00:08:06: Aber wobei ich weniger im Führerstand mich aufhalte in dem Fall sondern eher an der Ausbilderstation und das ganze Überwache.
00:08:13: Ist die noch mal woanders?
00:08:15: Die ist hier vorne um die Ecke gleich.
00:08:16: Damit der Auszubildende hier alleine sitzt wie im richtigen Leben... ...ist das eine klassische Schienenstrecke?
00:08:23: Alles so wie es draußen tatsächlich aufgebaut ist.
00:08:25: viele Strecken gibt es so Nicht.
00:08:29: allerdings haben die in der realen Welt Vorbilder.
00:08:32: Also wir sehen hier viel grün und es sieht wirklich aus wie der Führerstand eines ICE?
00:08:37: Nein, das ist der Föhrerstand einer Euro-Dual Baureihe onehundertneunundundfünfzig unserer Hauptbaureiher.
00:08:43: Darum haben sie uns auch für diesen Simulator entschieden!
00:08:46: Und die ist speziell konstruiert für den Güterverkehr?
00:08:50: Für den schweren Güter.
00:08:51: Verkehr
00:08:52: Schüttgüter
00:08:53: und
00:08:54: Gefahrguttransporte sind ihre Spezialität, habe ich gelernt?
00:08:58: Ja das ist richtig.
00:09:00: Noch ein paar weitere ja!
00:09:01: Was macht denn diese Baureihe aus?
00:09:03: Währt die sich anders als andere?
00:09:05: Erst mal eine deutlich höhere Anfahrtzugkraft, sehr viel Power.
00:09:09: Wieviel?
00:09:10: Sagen Sie mal ne Zahl!
00:09:11: Das kommt ja nicht auf die Geschwindigkeit an sondern auf die Zugkraft.
00:09:14: Genau es geht um die Zug Kraft und da haben wir hier fünfhundert Kilo Newton, ein Anfahrtsugkraft das ist schon wirklich sehr viel.
00:09:20: Das ist das worum's hier geht bei dieser Baureihe.
00:09:23: Die fährt nur hundertzwanzig Kamhar aber dafür zieht sie ganz viele Würstchen vom Teller.
00:09:28: Wie viele denn so?
00:09:29: Also wir nehmen mal nicht Würstchen, wir nehmen vielleicht mal Güterwagen.
00:09:33: Beladen mit Schütkut sagen wir Kies.
00:09:36: Ja also viertausend zweihundertdreißig Tonnen sind kein Problem!
00:09:40: Wie viel Güterwagen sind das wohl?
00:09:42: Bei uns sind es dann siebenundvierzig Wagen.
00:09:45: Ist das schon Kilometer?
00:09:46: Nein, sechsundzwanzig Meter.
00:09:48: Kilometerlange Züge fahren wir in Deutschland nicht!
00:09:50: Warum
00:09:51: eigentlich?!
00:09:52: Die Infrastruktur ist dafür gar nicht ausgebaut.
00:09:54: Wir haben ein sehr enges Netz.
00:09:55: Wir fahren hier nicht tagelang in die gleiche Richtung.
00:09:57: Hier ist ein sehr dichtes Netz an Verkehr Da sind die Zügel schneller und kürzer unterwegs
00:10:03: Alles klar Und die zukünftigen Lokführer werden genau dafür ausgebildet.
00:10:09: Also Dominik Sie sitzen auf dem Führerstand und sollen losfahren Sagen wir mal mit dreißig Güter-Vagans?
00:10:15: Voll mit Schüttgut, was tun Sie?
00:10:17: Kommen darauf an ob ich den Zug gerade obernommen habe oder ob ich ja den erst gebildet habe.
00:10:22: Sie haben
00:10:22: den grade erst gebildet!
00:10:23: Okay dann muss auf jeden Fall eine Bremsprobe erfolgen.
00:10:27: Ich muss erforderliche Papierer entweder dabei haben oder noch erstellen... ...ich muss die Wagen prufen, ob sie in Ordnung sind, ob alle Klappen geschlossen sind.
00:10:37: Sie müssen selber drum herum gehen?
00:10:39: Manchmal ja, manchmal gibt es Wagenmeister, die uns helfen oder Rangéobergleiter.
00:10:44: Ich muss darauf aufpassen, dass die Zugsehler angebracht sind.
00:10:47: Weil es wichtig ist, dass der Zug ja ganz bleibt und dafür gibt's ja ganz hinten eine Markierung, die immer gesehen werden muss von Fallingsleiter, die noch im Stallwerk
00:10:56: sitzen.".
00:10:56: Also das heißt also, dass wagen alle fest aneinander gekoppelt sind?
00:11:00: Ja, das ist auch sehr wichtig!
00:11:02: Nicht besonders gut, wenn meine Lok fährt und da war ich nicht.
00:11:05: Sie haben auch die Beschreibung damit begonnen, dass sie die Bremsprobe machen?
00:11:09: Und aus alten Filmen kennt man das ja noch, dass einer rumgeht und mit einer Metallstange an die Reifen schlägt!
00:11:15: So was müssen wir aber nicht mehr machen?
00:11:16: ne?
00:11:17: Ja eigentlich doch schon.
00:11:18: also nicht unbedingt mit dem Hammer gegen die Räder schlagen Aber in der Regel ist es ein bisschen einfacher leicht mit der Fuß zu schubsen.
00:11:26: Das ist ja schneller und genauso effektiv und nicht so laut Weil das ist ja wichtig, dass man nicht mit einer gebremsten Achse durch die halbe Republik fährt.
00:11:35: Also Sie haben alles das überprüft
00:11:37: und dann?
00:11:37: Naja ich muss erst mal die Bremser lösen... ...und anfahren!
00:11:42: Ganz letzte Sache wäre jetzt die Rollprobe also zu prüfen so der letzte Oberprüfung ob ich nicht irgendwelche Sicherungen vergessen habe Und dann fahre ich los.
00:11:54: Ist das der Strom der hochgefahren
00:11:56: wird?
00:11:57: Das ist der Bügel, der Stromabnehmer nach oben gefahren und in dem Moment wenn er den Draht berührt hört man dieses Geräusch.
00:12:05: Normalerweise gucken wir dann auch aus dem Fenster, gucken ob alles in Ordnung ist.
00:12:09: Sie müssten ja aus der Dachluke gucken?
00:12:11: Nein, nicht aus der Tür.
00:12:13: So ein Jim Knopfbild oder?
00:12:15: Ja so ähnlich genau!
00:12:17: Jetzt haben wir umgeschaltet in den E-Betrieb und können jetzt quasi unter Strom gleich losfahren.
00:12:22: Moment ich muss erstmal auf dem Fahrdienstleiter
00:12:25: posten.
00:12:27: Die Lok ist jetzt mit der direkten Bremse angebremst.
00:12:30: Ich löse die...
00:12:32: Das ist wie so ein Joystick, ne?
00:12:34: Ja und wenn ich sehe dass die Bremser gelöst hat kann ich
00:12:39: Also im Cockpit sieht man vier Monitore, auf denen werden geheimnisvolle Dinge angezeigt.
00:12:45: Es gibt eine Oberfläche für digitale Befehle und ein Was wird denn da angezeigt?
00:12:51: Da sind verschiedene Daten zum Fahrzeug was gerade passiert.
00:12:55: Hauptblock steht oben drüber mit Zugkraft Dann gibt es die Oberspannung und den Zwischenkreis, Batteriestand, Oberstrom.
00:13:03: Und die Motordrehzahl?
00:13:05: Wir fahren schon!
00:13:07: Wie viele Stundenkilometer sind das?
00:13:10: Fünfzehn Grader.
00:13:11: Bewegt sich der Boden mit, Herr Franke?
00:13:16: Wenn ich will kann ich ein bisschen am Stuhl wackeln.
00:13:18: Der hatte auch die Tiffin als Objektiv.
00:13:21: Und wir fahren jetzt durch schöne grüne Landschaft.
00:13:24: alles ist ganz easy.
00:13:25: Ist das so einfach dass zufahren wie das
00:13:27: aussieht?!
00:13:30: Naja, fahren alleine ist nicht so schwer.
00:13:33: Es ist eher dass man ja für alles bereit sein muss.
00:13:36: wenn sich hier plötzlich dann Mensch zeigen würde dann muss ich bremsen und dann weitere Sachen machen um jetzt die Sicherheit zu gewährleisten eventuell hier Hilfe zu holen.
00:13:50: Müssen sie auch Notbremsung üben?
00:13:54: Eine Notbrennung ist nicht sehr schwer.
00:13:56: Ist das so, dass sie auch die Azubis auswählen danach?
00:14:01: Wie stressresistent die sind oder auch möglicherweise wie geeignet.
00:14:07: Auch so eine lange Strecke am Stück auszuhalten ohne sich zu langweilen?
00:14:12: Dafür bedienen wir uns auch gesetzlich vorgeschrieben Den Bahnpsychologen, Bahnärzten, wo diese Untersuchungen stattfinden.
00:14:19: Wie selbst wenn wir hier sehen mal einen Auszug und sagen also wir denken der ist super für uns ja eignet kann er immer noch das Notkommen vom Bahnarzt im Prinzip dass der sagt kann schlecht gucken kann schlecht hören Wir hatten zu hohen Bodymaßindex.
00:14:32: alle so eine Sachen spielen dann eine Rolle.
00:14:34: aber eben gerade die psychologischen Geschichten dieser Ausdauerfähigkeit.
00:14:37: und bei diesen psychologisch test werden die Probannen immer an die Grenze der Belastung geführt, um zu sehen wie sie denn reagieren.
00:14:44: Wir suchen vorher aus.
00:14:45: im Prinzip... Ja, Zeugnisse sind immer so eine Sache.
00:14:48: Zeugnissen kann man schlecht vergleichen.
00:14:50: Womit ich nicht sagen will, zeugnisse ist nicht wichtig also nicht falsch verstehen aber ich kann sehr schlecht vergleichen sage jetzt mal so wenn ich von zwei verschiedenen Schulen, zwei verschiedene Zeugnesses sehe da fliege ich immer zusammen Mathe und Physik sollten nicht die schlechtesten Sensuren sein, wenn man Lokführer werden will.
00:15:05: Für uns fast wichtig sind eigentlich so diese, was man früher als Kopfnoten bezeichnet hat – und vor allem die Fehltage.
00:15:10: So eine Sache blitzt uns eigentlich für uns viel wichtiger.
00:15:12: Andere kann man fast lernen!
00:15:14: Und dann müssen wir auch sehen... Wir stellen jedes Jahr ne Gruppe zusammen zwischen, ich sag mal, sieben und zehn auszubildenden in dieser Größenordnung ...und die Gruppe muss auch zusammen passen.
00:15:23: Wir haben ja auch so, dass wir alle die nicht aus Berlin kommen.
00:15:26: Den stellen wir Wohnungen zur Verfügung im Prinzipzimmer in einer WG sozusagen, keine Pflicht.
00:15:32: aber wer den Berliner Wohnungsmarkt kennt weiß das jetzt andersherz nicht möglich ist und die müssen hier auch da miteinander ausgekommen.
00:15:39: also wird auch solche Sachen sind wichtig bei der Auswahl dass wir sie zusammenführen.
00:15:43: dann haben wir so noch unsere Tests die wir selber machen im Prinzip wo wir einfach ein bisschen allgemein wissen so eine Sache abklopfen.
00:15:51: dann finden wir eigentlich immer unsere Auszubildenden aus der Gruppe der Bewerber raus.
00:15:55: Ich habe gelesen auf Ihrer Homepage, sie bilden für den Eigenbedarf aus, kostet ja auch ein Haufen Geld und Sie haben sich trotzdem dafür entschieden?
00:16:05: Ja wie Sie schon sagen, wir bilden von dem eigenen Bedarf aus.
00:16:09: Meine grauen Haare sind echt, die sind nicht verabbt.
00:16:11: mit mir sind viele in der Altersstufe und wir wollen ja irgendwann mal alle zu Hause bleiben und wollen aber trotzdem dass das die Firma weiter hebt.
00:16:19: also müssen wir Für den Bedarf, denn praktisch für die Zeit danach.
00:16:24: Wenn ich mir angucke, die Niederlassung Wustermark ist unsere jüngste, was die Lokführer betrifft, sind wir bei knapp über...
00:16:30: ...von siebenunddreißig am Standort Wustemark.
00:16:34: Unser generelles Durchschnittsalter sind einundvierzig Jahre und der Standort Woostermark ist der jüngeste Standort mit Durchschnitzalter sieben und dreißig Jahren.
00:16:43: Weil alle Jugendlichen aus der ganzen Region nur zu ihnen wollen immer schon Lok fahren wollten stimmt?
00:16:48: Natürlich!
00:16:50: Wir haben hier so eine klassische Rollenverteilung.
00:16:52: Das sieht ja aus wie ein gigantisches, wunderschönes Gameboy-Dings und ich habe auch eben nur männliche Auszubildende gesehen.
00:16:59: Bewerben Sie sich auf Frauen bei Ihnen?
00:17:01: Ja aber wenig!
00:17:03: Wir würden gerne mehr nehmen...
00:17:05: Warum denn?
00:17:06: Weil das nicht nur ein Beruf für Jungs ist, für Männer ist sondern natürlich auch für Frauen.
00:17:13: Haben sie schon mal ne Lokführerin ausgebildet Herr Franke?
00:17:17: Seit wann machen sie das?
00:17:18: Wir bilden seit den Haarvollieren aus.
00:17:20: Wir hatten auch schon Mädchen gehabt zur Ausbildung, wir haben auch welche die bei uns noch fahren.
00:17:26: Machen wir uns nicht vor das ist heute immer noch so dass die kleinen Mädchen die kriegen Küche und Puppen geschenkt und die Jungs bekommen die Mutaleis im Bahn und die Feuerwehr.
00:17:36: Nun sind sie ja?
00:17:37: Nicht umsonst mehrfach ausgezeichnet worden!
00:17:40: Was
00:17:40: macht ihrer Ausbildung denn eigentlich
00:17:42: besonders?!
00:17:44: Kümmern uns schon sehr intensiv um unsere Auszubildende.
00:17:47: Unsere Ausbildung hat innerhalb des Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert, es ist uns wichtig unserer eigenen... Personale auszubilden und nicht nur das Ausbildungswillen, dass wir sie für den Markt ausbilden.
00:18:00: Nein!
00:18:00: Wir wollen sie für uns ausbildern.
00:18:02: Und daher legen wir da sehr großen Wert darauf.
00:18:07: Wir investieren in Räumlichkeiten den Phasimulator, den Sie gerade gesehen haben und der gerade bedient wird.
00:18:14: Das ist ein Herzstück des Unternehmens... Was kostet
00:18:17: denn so einen Phasemulator?
00:18:27: bei der Bahn übermittelt, das muss nachgerüstet werden.
00:18:31: Also all diese Sachen kosten ja auch immer Geld.
00:18:33: also wie gesagt von ich da mit hundertfünfzig bis fünfhundertdachtigtausend Euro an die habe ich nicht übertrieben.
00:18:37: Das ist ja unsere ganze Ausbildung.
00:18:39: wir müssen hier auch mal so sagen wenn wir mal sagen wir bilden für den eigenen Bedarf aus Wir wollen hier auch das alle bleiben und wir garantieren hier auch allen die das Ausbildungsziel schaffen vom ersten Tag an, dass wir sie übernehmen.
00:18:50: Weil so eine Ausbildung kostet ja zwischen hundert und hundertundzwanzigtausend Euro pro auszubildenden Ungefähr... Und wir kriegen dafür keine Förderung irgendwo.
00:18:59: also wie gesagt wenn ein Auszubildender nicht bleiben würde sehen wir zu wieder praktisch hundert zwanzig tausend euro durch die Tür raus gehen und es wird kein Mensch.
00:19:06: Wir haben auch eine recht hier.
00:19:07: Ringeflugtuation sage ich jetzt mal bei den Lehrlingen.
00:19:10: manchmal verliebt sich einer in die falsche Gegenten ansonsten die Masse bleibt eigentlich hier.
00:19:16: Sie haben aber auch ganz schön viele Standorte, ne?
00:19:18: Sie haben ja noch einen in Berlin-Spandau und dann noch einen im Harz und bei Zelle.
00:19:24: Wir haben noch eine Meldestelle in
00:19:25: Magdeburg
00:19:26: und den Standort
00:19:28: ausgebaut wird.
00:19:29: Hennigsdorf natürlich.
00:19:30: Das war ja der Boost, dass sie da Hennigstorff Bombardierwerke komplett übernommen haben.
00:19:36: Sie haben aber auch einen Satz auf der Homepage Der hat mich total gerührt Was müssen wir machen damit du dich bei uns bewirbst?
00:19:43: Seit wann steht denn der so auf der homepage?
00:19:46: das ist ja klar.
00:19:47: eine Antwort auch darauf Auf den künftigen Fachkräftemangel Den alle Brandenburger Unternehmen jetzt schon beklagen.
00:19:55: Wann haben sie sich dann dazu entschlossen das Offensiv anzugehen
00:19:58: Seitdem auch ich hier arbeite?
00:20:01: und das ist auch das, was mich beflügelt hat bei der HVLE zu arbeiten und auch zu bleiben.
00:20:07: Der wertschätzende Umgang miteinander – dass Personal-Themen, Führungsthemen einen Stellenwert im Unternehmen hat, dass sich um unsere Mitarbeiter sehr gut gekümmert wird, dass es keine Nullachtfünfzehnlösungen gibt sondern dass wir wirklich individuell schauen und das tun wir eben auch innerhalb der Ausbildung
00:20:26: Das ist ja schon ein fast vollständiger Werbeblock.
00:20:28: Ich habe auch mal geguckt, was Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so bieten?
00:20:34: Und ich hab echt gestaunt in dreizehntes Monatsgehalt nicht nur einen kostenlosen Parkplatz und die Übernahme von Kita-Gebühren sondern sie haben da ein ganz großes Tableau eröffnet.
00:20:47: Da sind Mitarbeiter-Events eine Sache und das Wichtigste, da habe ich ehrlich gesagt im Vorgespräch mit Ihnen auch schonmal die Ohren sehr gespitzt Als es um die grenzenlose Ausbildung ging, nämlich um ihr Einschwingen auf Erasmus Plus und dass die Auszubildenden im zweiten Lehrjahr auch mal ein richtig schickes Auslandspraktikum machen dürfen.
00:21:09: Wer hat sich denn das ausgedacht Herr Frankel?
00:21:11: Sie?
00:21:11: Sie schreiben ja auch drüber ne?
00:21:13: Das ist auf meinem Mist hier wachsen ja!
00:21:15: Im dritten Ausbildungsjahr bieten wir allen Auszubillenden an An dem Auslands-Praktikum teilzunehmen, wir hatten das zu Anfang gehabt.
00:21:22: Als wir begonnen haben mit der Ausbildung im Jahr zwölf, hat unser Verbundpartner damit gemacht.
00:21:25: Auslandspraktikers waren dann aber nicht mehr Eisenbahnbezogen gewesen und waren mir gesagt okay, weil wir ein bisschen anders haben.
00:21:30: Und in den vergangenen Jahren hatten wir angefangen selber zu machen.
00:21:34: Im Prinzip war man Irritreher gewesen Versuchen immer, um einen alten Eisenbahnfahrzeug zu finden.
00:21:39: Was war in den drei Wochen die, der immer so ungefähr sind?
00:21:42: Ein bisschen uffübschen, idealverwieder zum Leben erwecken.
00:21:44: Manchmal fahren wir auch mehrfach an denselben Ort.
00:21:46: Wir waren in Griechenland, haben so'n alten Triebwagen wieder aufgebaut.
00:21:52: Das hört sich jetzt an als wäre das mal gerade so gegangen aber es war Corona!
00:21:55: Da hatten wir aber ganz viel Glück gehabt.
00:21:57: Wir sind also immer so bei Beden-Praktika, so zwanzig und einundzwanzig durchgerutscht.
00:22:01: Ich hab ja immer so große Freiräume.
00:22:03: Wir haben sie eben auch bei Corona geschaffen.
00:22:05: Wir hatten auch viel Glück dabei.
00:22:10: Wenn wir in Südafrika zwei Jahre sind, die sind nach Frankreich.
00:22:14: Sie machen das ja nicht weil sie denken was biete ich meinen Jungs nochmal?
00:22:17: Das ist etwas für Eisenbahn-Fans Die Lust haben sich dann noch mal richtig analog was schön zu machen, oder?
00:22:25: Ja aber ich habe auch eine bisschen Form der Werbung gesagt jetzt mal einfach so dass man auch darüber deckt das vielleicht den einen oder anderen auszubildenden nicht kriegt haben wir eben so auch.
00:22:32: die machen da auch ein paar Sachen wohin du müssen was bleibt sagt jetzt mal.
00:22:35: Wo
00:22:35: eine schöne alte Bahn restauriert wird und wo man auch in anderen Ländern sieht, dass Hilfe von außerhalb kommen kann.
00:22:43: Jetzt ist das Erasmus Plus.
00:22:44: Das ist ja auch immer so ne Formular- und Antragsfrage weil es auch eine Kostenfrage ist.
00:22:49: Ich hab gesehen sie fahren mit vier bis fünf zu bildenden und sie fahren auch mit zwei Ausbildern hin.
00:22:57: Und das sind jetzt keine Wochenendeausflüge, sondern es sind zwei bis drei Wochen.
00:23:01: Das heißt, das sind auch Zeiten die im Unternehmen hier an Arbeitskraft fehlen.
00:23:06: Wie beziffern Sie das?
00:23:07: Und wie verbuchen Sie das Frau Bollse?
00:23:10: Das ist eine Investition des Unternehmens, wo das Unternehmen auch ganz bewusst sagt ja, das übernehmen wir.
00:23:17: Das investieren wir.
00:23:19: Die Förderung von Erasmus aus Bildung weltweit ist ja verschieden.
00:23:22: Innerhalb von Europa sind es Erasmuss, ansonsten ist es aus Bildungsweltweit.
00:23:27: Die größte Hürde ist die Bürokratie dahinter.
00:23:29: aber wir haben große Glück.
00:23:30: Die Berufsschule ist Erasmuspartner und Wir lassen viel über diese Berufsschule davor.
00:23:36: Und da ist es für uns ein bisschen einfacher, weil die großen Bürokratieaufwand haben die denn in dem Fall?
00:23:40: Da sind wir ihnen auch sehr dankbar dafür!
00:23:42: Aber ja sicherlich bleibt dann großer Kostenblock an der Firma hängen aber... ...die Vorstände rotieren nicht, weil wir damit einen Alleinstellungsmerkmal haben.
00:23:49: Kurioserweise machen auch andere Firmen nicht mit.
00:23:51: Wir haben schon verschiedene andere Firme angesprochen, ob wir zusammen das machen wollen und wie dass die auszubildenden Ausbilder mitschicken oder so.
00:23:58: dass das nie dazu kommt, warum verstehe ich nicht.
00:24:01: Weil ich denke wieder schon, dass das eben auch eine Sache der Werbung ist.
00:24:05: Die Auszubildenden können sich ja entscheiden ob sie das mitmachen wollen?
00:24:11: Die müssen die eigentlich auch Urlaub dafür hergeben.
00:24:14: oder ist das während der
00:24:14: Arbeitszeit?
00:24:16: Offiziell ist es so, dass wir Freistellen für die Zeit für den Auslandspraktikum.
00:24:20: Wir müssen ja auch arbeiten und was bringen.
00:24:21: also es ist ja nicht Halligalli und nur Urlaub Es ist ja gerade bewusstes Arbeiten.
00:24:25: im Ausland sagt man dass man sieht woanders auch Menschen arbeiten, mit denen man zusammenarbeiten kann.
00:24:29: Dass man sieht wenn man die Sprache nicht hundertprozentig selber spricht dass man zusammen arbeiten kann und vor allen Dingen weil ich auch mal recht wichtig finde das sie auch lernen, dass wir auch mal ein bisschen improvisieren müssen.
00:24:40: aber bei uns läuft ja doch viel mit den ganzen Dienisoprozessen.
00:24:43: da gibt es Grenzen was wir noch machen dürfen und was nicht.
00:24:46: und wenn man in ihre Träher oder Griechenlande ist dann muss man auch mal bisschen zaubern.
00:24:50: sagen jetzt mal einfach so wie haben Dichtungen aus alten Reifen hier schnitzt weil wir keine Dichtung gekriegt haben in Irritrea.
00:24:57: Und es sind ja so Sachen, wo man auch gerade für einen zukünftigen Lokführer auch mal laden kann.
00:25:00: mit so ein paar Tricks kannst du dir auch mal helfen, dass sie wieder nach Hause kommen, das ist so der Hintergrund auch der Geschichte.
00:25:06: Hier nebenan wird immer noch fleißig gefahren wie ich höre?
00:25:10: Herr Tschiskar, wo sind wir denn jetzt?
00:25:11: Oh, sind wir wieder
00:25:12: zuhause?!
00:25:13: Wir sind noch unterwegs!
00:25:14: Wir haben hier einmal ein Szenario eingebaut, wo unterwegs eine Störung ist Und auch sowas muss natürlich getrainiert werden.
00:25:20: Da haben wir hier ein Verfahren, was neu eingeführt wurde und zwar der digitale Befehl.
00:25:25: Auch das können wir mittlerweile auf dem Simulator umsetzen und üben und gerade durchführen.
00:25:31: Was ist denn das für eine Störung die wir hier üben?
00:25:33: Wir haben einfach eine Signalstörung.
00:25:35: Wir bekommen jetzt das Signal nicht auf Fahrt.
00:25:38: Normalerweise würde ich dann schriftlichen Befeil von dem Fahrdienstleiter bekommen.
00:25:42: Das geht mittlerweile an vielen Stellen in Deutschland schon digital, noch nicht überall.
00:25:47: Es
00:25:47: wird
00:25:48: in diesem Jahr immer weiter ausgebaut und soll eigentlich gegen Ende des Jahres überall funktionieren – so der Plan!
00:25:53: Wenn Sie sagen «so der Plan», dann glauben Sie da noch nicht so dran?
00:25:56: Wir werden sehen...
00:25:59: Was ist denn das da eigentlich für ein Stabelpapier, der noch unter dem Fenster
00:26:03: liegt?!
00:26:03: Ist das das Handbuch?
00:26:04: Ja, das ist ein Blog mit Befehlsverdrucken, da sind noch alte Befehler die wir nicht nutzen.
00:26:10: Ab Dezember haben wir neue Befehler.
00:26:12: Was sind das für Befehle, Herr Chiska?
00:26:15: Wenn die Technik nicht mehr funktioniert brauchen wir eine Rückfallebene und da wird alles schriftlich festgelegt wer was zu tun hat und wann was zu tun ist.
00:26:25: Dort wird zum Beispiel reingeschrieben dass ich an einem halb zeigenden Signal vorbeifahren darf.
00:26:31: Das macht der Fahrdienst leider natürlich nur unter bestimmten Bedingungen Und wenn das der Fall ist, dann bekomme ich darüber einen schriftlichen Befehl.
00:26:40: Das dauert natürlich immer alles recht lange vor allem, wenn sie dann Strecken haben wo mehrere Züge hintereinander dasselbe Schicksale ereilt und da sind wir doch ganz froh, dass es jetzt ein digitalen Befeil gibt.
00:26:51: damit geht das dann deutlich schneller.
00:26:54: Aber der digitale Befehr setzt er nicht voraus, dass überall Funkenetz ist?
00:26:59: Der setzt es schon vorauss
00:27:01: Brandenburg sag' ich oh Gott
00:27:04: Sagen wir mal so, im Großteil des Streckennetzes ist tatsächlich Empfang.
00:27:08: Im Reisezugwagen weiß ich das sieht es manchmal ein bisschen anders aus.
00:27:12: die Fahrzeuge sind zum Teil gut abgeschirmt da wird schwierig aber auf dem Führerstand geht es.
00:27:17: Denn Monitor in der Mitte zeigt mir natürlich in aller erster Linie erstmal die Geschwindigkeit an die ich aktuell fahre und dort finden sich auch unsere Zug-Sicherungssysteme wie PCB oder ETCS wieder.
00:27:30: Was mag das wohl sein?
00:27:31: Also wir brauchen einen Zug Sicherungssystem, um uns abzusichern.
00:27:36: Wenn der Lokführer Signale vielleicht mal nicht wahrnimmt dass das System dann eben eingreift.
00:27:42: Nothalte Systeme
00:27:44: Genau richtig!
00:27:45: Die bringen den Zug zum Stehen wenn der Lokführer auf zum Beispiel einen Halt erwarten, nicht reagiert.
00:27:51: Wird sowas eigentlich dokumentiert während einer Fahrt?
00:27:54: So dass man sehen kann wer hat wie oft Aussetzer?
00:27:58: Oh ja bis auf das kleinste.
00:28:01: Das ist schon fast wie in einem Flugschreiber, ein gesprochenes wird nicht mitgeschnitten aber viele Handgriffe die man hier auf dem Führerstand macht werden tatsächlich aufgezeichnet.
00:28:10: Also
00:28:10: wie konzentrationsfähig ihre auszubildenden sind können sie vermutlich auch schon in ihrem Simulator überprüfen.
00:28:18: Auf jeden Fall dafür ist der Simulator da und wir können auch so viele Situationen üben die draußen einfach gar nicht so oft passieren Oder die selten Vorkommen, diese schwer zu üben sind draußen.
00:28:28: Hier können wir es einfach so üben wie wir das gerne
00:28:31: möchten.".
00:28:33: Und das macht wahrscheinlich ziemlich Spaß hier oder?
00:28:35: Fahrern im Simulator ja natürlich!
00:28:38: Was gefällt Ihnen in der Ausbildung am besten Dominik?
00:28:42: Die Qualität ist sehr hoch.
00:28:44: ich lerne sehr gut sehr viel fühle mich sicher mit dem was ich schon weiß was ich tue.
00:28:49: Die geben mir die Sicherheit die ich dann brauche später für die Zugfahrt.
00:28:53: Sind Sie gelernter Lockführer eigentlich, Herr Tschiskar?
00:28:56: Ich bin mal über einen Quereinstieg zur Eisenbahn gekommen.
00:29:00: Was haben Sie denn vorher gemacht?
00:29:01: Oh,
00:29:02: ganz viele unterschiedliche Sachen.
00:29:04: Im Prinzip selbstständig habe mich viel selbstvermietet und die Leistung später dann im Außendienst tätig gewesen.
00:29:10: Besten Dank sind wir jetzt angekommen.
00:29:12: Stehen wir jetzt im Bahnhof oder vorm Bahnhof?
00:29:15: Wir stehen noch vor dem Bahnhof ja.
00:29:17: Warum denn?
00:29:18: Das weiß ich jetzt gerade auch
00:29:19: nicht!
00:29:22: Aus Sicherheitsgründen.
00:29:24: Und das Schnee treiben wird immer stärker!
00:29:27: Ich gehe jetzt mal wieder raus mit Ihnen.
00:29:28: Besten Dank Dominik, bis bald!
00:29:31: Bitte schön!
00:29:32: Tschüss Herr Chiska!
00:29:35: Ich habe hier also sehr viel gelernt.
00:29:37: Sie bilden ja auch noch ganz viele andere Berufe aus.
00:29:41: Herr Franke sagen sie mal schnell welche denn noch alle?
00:29:44: Industriemechaniker, Mechatronika, Elektronika.
00:29:47: Was haben Sie eigentlich Als größte Lehre für sich gezogen aus diesen vergangenen Jahren, wo sie
00:29:55: Ausbilder sind.
00:29:56: Ja das Dinge die wir früher als sie eben voraussetzt haben kopfrechnend schriftlich rechnend zum Beispiel.
00:30:01: jetzt muss man so sagt dass die Sachen nicht mehr selbstverständlich sind und dass wir die nachholen müssen, dass wir diese also hoch in unsere Ausbildung integrieren müssen weil halt eben weiterhin erforderlich ist
00:30:10: gehört Nachhilfe in gewissen Fächern.
00:30:11: Sie landen eben Physik und Mathe auch dazu?
00:30:14: Selbstverständlich müssen wir machen damit wir auf unser Niveau hoch holen was wir brauchen.
00:30:20: Warum muss denn ein Lockführer beispielsweise heute noch Mathe
00:30:24: können?
00:30:25: Dominik hat ja vorhin erzählt, dass er die Bremsprobe macht.
00:30:28: An dem Rahmen muss er sich auch seinen Bremssettel erstellen, sag ich jetzt mal so.
00:30:32: Dafür nutzen wir auch heute, soweit sind schon Taschenrechner und ähnliche Sachen.
00:30:36: aber wir können hier nicht sagen bei meinen Taschen Rechnern nicht funktioniert oder weil der Rechler ausgefallen ist, freut den doch jetzt nicht und da muss ich in der Lage sein mit ihn so auszurechnen im Bremsstettel Also richtig rechnen
00:30:56: kann.
00:31:00: Kompetenz, ja und auf die auszubildenden Aufpassen sie ordentlich unterbringen.
00:31:05: Und für die grenzenlose Ausbildung dafür hat die Haveländische Eisenbahn-Aktiengesellschaft in den vergangenen Jahren, ich denke seit Jahrzehnteinzehn einige Preise eingesammelt.
00:31:17: Ich glaube neu haben sie auf ihrer Homepage versammelt drei als Top Ausbildungsbetriebe und drei für das grenzenlose Ausbilden alleine.
00:31:28: Es gibt ja auch noch Einzelheiten, die haben wir jetzt gar nicht mehr geschildert aber ich freue mich dass Sie So viel Zeit für uns hatten.
00:31:37: Danke für Ihre Neugier!
00:31:38: Und danke, Herr Frankel.
00:31:40: Danke schön.
00:31:41: Ich fahre jetzt zurück zur IHK nach Potsdam.
00:31:44: Ihnen liebe Hörerinnen und Hörern, danke ich fürs Einschalten.
00:31:48: Tun Sie das auch nächstes Mal wieder.
00:31:49: da fahren wir nämlich zum Paulinenhof.
00:31:52: der macht auch
00:31:53: top Ausbildungen.
00:31:55: bis bald sagt Stephanie
00:31:56: Schuster tschüss.
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