Willkommen im Team | Mach es in Brandenburg (35)

Shownotes

Willkommen im Team 💫! So fühlen sich die Azubis 🧑🏻‍🍳🤵🏼‍♀️ im Paulinenhof in Kuhlowitz von Tag eins an.

Warum das Tagungshotel bei Bad Belzig jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben besonders leicht macht und was andere Betriebe im Umgang mit ihren „Newbies“ davon lernen können, hört ihr in der neuen Episode unseres Podcasts „Mach es in Brandenburg. Hier sind die Ausbildungsprofis.“

Moderatorin 🎙️Stefanie Schuster trifft dafür Direktorin 🎙️ Diana Schattschneider, Ausbildungsbeauftragten 🎙️ Danny Stallbaum und die Auszubildende 🎙️ Leonie Moschart. Schnell wird klar: Im Paulinenhof dürfen Auszubildende Verantwortung übernehmen, eigene Erfahrungen sammeln und auch Fehler machen. Denn genau daraus entsteht Entwicklung.

„Die einfach mal machen lassen und auch mal einen Fehler machen können. Daraus lernt man letztendlich auch etwas fürs Leben“, bringt es Stallbaum auf den Punkt.

Der Paulinenhof bildet in vier Berufen aus: Hotelfach, Küche, Restaurant- und Veranstaltungsservice sowie Veranstaltungsmanagement. Wer hier seine Ausbildung beginnt, lernt den Betrieb von Grund auf kennen und durchläuft verschiedene Abteilungen. So entsteht nicht nur Verständnis für die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen, sondern auch ein ausgeprägtes Teamgefühl.

Gleichzeitig lebt der Betrieb eine Ausbildungskultur, die auf Vertrauen und gegenseitigem Lernen basiert. „Wir können nicht stehen bleiben, so wie es früher war. Wir können einfach gegenseitig lernen – wir von den Auszubildenden und sie von unserem Wissen“, sagt Schattschneider.

Flexible Dienstpläne, Wunschfrei-Regelungen, Auslandspraktika und regelmäßige Teamevents schaffen ein Umfeld, in dem sich junge Menschen fachlich und persönlich entwickeln können. Gleichzeitig bringen die Auszubildenden neue Perspektiven ein, etwa in den Bereichen Social Media und Marketing.

Eine Folge darüber, wie Wertschätzung, Vertrauen und echte Entwicklungsmöglichkeiten aus Auszubildenden engagierte Teammitglieder machen. Viel Spass beim Hören!

Transkript anzeigen

00:00:00: Wir können nicht stehen bleiben, so wie es früher war.

00:00:03: So ist das halt nicht mehr und wir können einfach gegenseitig lernen.

00:00:06: also wieso wohl von den Auszubildenden als auch die von unserem Wissen.

00:00:10: aber die bringen ja den frischen Wind mit Umgang auch mit den Social Media, mit Marketing.

00:00:15: Das ist was, was mir gar nicht so liegt.

00:00:17: Und dann ist das total wunderbar.

00:00:18: Die können es total easy und einfach und dann sollen sie das auch machen.

00:00:20: Ich glaube halt wirklich auch dass wir auch gerade die Generation vielleicht eher so kriegen dass die ins Machen kommen gar nicht so weit und immer von theoretischen Sachen reden, sondern die einfach mal machen lassen.

00:00:29: Und auch dass sie auch mal einen Fehler machen können, weil daraus lernt man letztendlich auch was fürs

00:00:34: Leben.".

00:00:47: Im ehemaligen Haus des Dorfschulzen von Kuluwitz entstand vor elf Jahren ein Hotel mit kleineren und größeren Zimmern, einem Wellnessbereich Gastronomie- und Seminarräumen aber auch mit einer buchstäblich ausgezeichneten Ausbildung.

00:01:05: Denn hier werden alle Kräfte ausgebildet die man eben so braucht um ein gutes Haus zu führen!

00:01:11: Und natürlich lärt man hier die hohe Kunst der Gastlichkeit.

00:01:16: Doch

00:01:17: wie lockt man heute junge Menschen heraus aufs Land und hält sie dann dort?

00:01:23: Darüber rede ich heute mit der Direktorin des Paulinenhofes, mit Diana Schatzschneider.

00:01:29: Und mit

00:01:30: Dani Stallbaum dem Ausbildungsbeauftragten!

00:01:34: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Mach es in Brandenburg, dem Podcast der IHK Potsdam.

00:01:41: Mein Name ist Stefanie Schuster und ich freue mich dass Sie eingeschaltet haben.

00:01:44: und guten Tag Frau Schatz Schneider.

00:01:47: Schönen guten Tag!

00:01:48: Und Guten Tag, Herr Stallbaum.

00:01:50: Schöner Tag!

00:01:51: Frau Schatzschneider?

00:01:52: Warum heißt Ihr Haus eigentlich

00:01:56: Paulinenhof?!

00:01:57: weil das früher der Familie Paul gehört hat.

00:01:59: Deswegen lag es nah, dass es dann auch Polinhof heißt.

00:02:03: Ich spoiler mal ganz kurz!

00:02:04: Das ist ein wunderschönes Anwesen mit geschwungenen Garten wegen und

00:02:09: aufblühenden

00:02:10: Magnolienbäumen grün und Stiefmütterchen auf den Tischen.

00:02:14: Seit wann sind Sie denn hier?

00:02:16: Seit siebenhalb Jahren.

00:02:17: Tatsache war ich für Personal verantwortlich wo ich angefangen habe.

00:02:21: Frau Schatzschneider wir reden ja jetzt über Ausbildungen und die sind ja ausgezeichnet worden.

00:02:26: aber sagen Sagen Sie mal schnell, was haben sie eigentlich gelernt?

00:02:29: Ganz klasse Schuteilfachfrau.

00:02:31: Vor vielen Jahren habe ich mich dazu entschlossen genau das zu lernen.

00:02:35: Das war auch schon lange irgendwie in mir drin.

00:02:38: Ich hatte mehrere Praktika gemacht und hab gesagt, dass muss es sein.

00:02:42: Habt die Schiene dann nie verlassen?

00:02:43: Wo

00:02:43: haben Sie denn Ihre Praktiker gemacht?

00:02:45: Kommen Sie aus Brandenburg?

00:02:46: Ich komme gebürtig aus Brandnenburg hab aber meine Ausbildung danach in Niedersachsen gemacht Und bin dann wieder zurückgekommen.

00:02:52: Und Herr Stallbaum wie kommen Sie also zum Team?

00:02:56: Bei mir war das ein ganz komischer Zufall.

00:02:57: Ich habe für meinen alten Betrieb etwas ausleihen wollen und bin dann über Frau Stadsche wieder zum Paulinofen gekommen, wir haben in der Vergangenheit schon mal zusammengearbeitet.

00:03:07: Was wollten Sie denn ausleinen?

00:03:09: Das war eine simple Stuhlhose.

00:03:10: tatsächlich weil der Lieferant Park glaube ich zu wenig geliefert hat und mir dann die Nummer von Diana kurz eingefallen ist und da hab' ich es angefragt und hab auch die Hose bekommen.

00:03:20: unter einem Vorwand sozusagen bin ich nochmal hergelockt worden ja.

00:03:24: Das ist ja lustig!

00:03:26: Wo waren Sie denn vorher?

00:03:27: Vorher war ich im Brandenburg, auch in einem kleineren Hotel und tatsächlich sind wir uns mal früh auf der halben Strecke immer entgegen gekommen.

00:03:34: Die Ahne ist nach Belzig gefahren wo ich herkam und nicht nach Brandenburger wo sie eigentlich wohnhaft ist.

00:03:39: Und wenn Sie jetzt also hier als Ausbildungsleiter sind wie sieht hier so eine Ausbildung aus!

00:03:46: Sie bieten ja verschiedene Bereiche an.

00:03:48: welche gibt es also hier Herr Stallbaum?

00:03:50: Ja, und das sind ganz klassische Hotelfahrfrau-Hotelfachmann.

00:03:53: So wie wir es auch früher gelernt haben.

00:03:54: Wir sind in dem Bereich Küche mit dem Kochköchern noch dabei.

00:03:58: Wir haben die Fachleute für Restaurants und Veranstaltungen Und die Veranstaltungskaufleute, die bilden wir Auch damit auf.

00:04:04: sind dann so vier Ausbildungsberufe?

00:04:05: Fangen sie alle zur selben Zeit an beispielsweise im September?

00:04:09: Und machen dann ihre dreidreinhalb Jahre?

00:04:11: Die fangen tatsächlich alle zur gleichen Zeit an.

00:04:13: Das ist immer im August und startend tut das Bei uns im Paulinhof immer mit einem nach wie so ein kleiner Schnuppertag, wo wir meistens zu einem regionalen Lieferanten fahren und dann in viel Theorie am Anfang noch erklären was es heißt.

00:04:27: Im Paulinhoff seine Ausbildung zu machen und was dazu gehört.

00:04:30: Letztes Jahr waren wir in einem großen Fruchthof in der Nähe von Werder.

00:04:34: Speziell ist das wahrscheinlich etwas für die Köche aber auch für die anderen Azubis sehen, wo die Lebensmittel herkommen und was es an Logistik bedeutet bis es zu uns kommt.

00:04:42: Frau Schatzschneider!

00:04:43: Wie finden

00:04:44: Sie Ihre Auszubildenden?

00:04:46: Tatsache haben wir eine gute Kooperation mit dem Technologiengründerzentrum, die viele Veranstaltungen durchführen.

00:04:52: Da ist so was wie Komm-Auftour, Jobnavi, unterschiedliche Ausbildungsmessen aber auch externe Messen besuchen wir.

00:05:00: also Wir tun da viel, Gird's Boys Day wo man einfach mal hinter unsere Türen gucken kann und sich den Polino anschauen können.

00:05:07: Wieviel Leute nehmen Sie denn da?

00:05:08: Das hält ja immer ganz schön den Betrieb auf wenn man die ganze Zeit erklären muss oder Das

00:05:13: ist richtig, aber wenn wir nicht investieren, dann brauchen wir auch nachher nicht zu jammern.

00:05:16: Dass wir keine Fachkräfte mehr haben!

00:05:18: Also Ausbildungsstellen haben wir immer eine pro Ausbildungss Jahr in jedem Jahr also vier Stück und Praktikanten.

00:05:25: es ist immer so dass eine in jeder Abteilung ist.

00:05:27: Bei einem Unternehmen von fünfzig Leuten haben sie also hier einen Regendurchsatz.

00:05:31: Die sind ja nicht permanent da, es gibt dann immer Stoßzeiten von den Schulen wenn die ihre Praktikumszeiten haben gerade jetzt zum Beispiel nach den Osterferien.

00:05:39: Da sind denn tatsache auch mal naja wir haben ja nicht immer alle da.

00:05:43: drei Leute sind gerade im Praktikum.

00:05:44: Und Ihrer auszubildenden Herr Stallbaum, wie lange gehen die jeweils zur Schule?

00:05:50: Ist das so ein Blockunterricht oder wie funktioniert es?

00:05:53: Da gibt's tatsächlich zwei verschiedene Modelle, die wir haben.

00:05:55: Die gastronomischen Berufe sind immer an zwei Tagen in der Berufsschule.

00:05:59: Das ist im AVT Enttelto und die Veranstaltungskaufleute sind immer im Blockuntericht da.

00:06:03: Die sind eine Woche nach Schule und dann zwei Wochen wieder bei uns.

00:06:06: Dass es aber auch ein logistisches Tänzchen oder wenn die richtig in der Arbeit eingesetzt werden?

00:06:10: Speziell bei dem Modell quasi in einer Woche mit den zwei Tagen ist das logistisch manchmal eine ganze Herausforderung, weil natürlich auch die Schichten immer zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt sind bei uns.

00:06:19: Das stimmt!

00:06:20: Als Hotel, vierundzwanzig sieben haben Sie wahrscheinlich auch ein Drei-Schicht-System oder?

00:06:25: Das ist vielleicht ein kleiner Unterschied zu früher.

00:06:27: Wir haben tatsächlich nicht mehr drei Schichten, wir sind nur noch zwei und wir haben die Rezeption nicht mehr Vierundzwanzig sieben besetzt sondern bis zwanzig Uhr besetzt und dann passiert viel über den Self-Check in oder auch über den Restaurantbetrieb, die meistens ein, zwei Stunden länger da sind als die Receptionen.

00:06:42: Nun haben Sie ja auch erzählt, sie bilden in vier verschiedenen Bereichen aus.

00:06:46: Musst dann auch jeder Mal in die anderen Bereiche reinschnuppern.

00:06:51: also muss der Koch auch mal ... Betten aufdecken und so?

00:06:55: Die Betten muss er nicht aufdeckern, aber wir sind schon der Meinung dass ein Koch immer ein enges Verhältnis zum Service braucht.

00:07:00: Und auch die Sicht von einem Gastmal mit erleben könnte.

00:07:04: Sie sieht ja in einer Küche natürlich nicht so oft.

00:07:06: Deswegen haben wir immer einen vierwöchigen Praktikum im Service für den Koch und ein vierwölches Praktikum für die Hotelverfrau in der Küche.

00:07:13: Da geht es aber mehr um die Verständnis für den jeweiligen Bereich, den sie sonst aber nicht so often sehen.

00:07:18: Und die Veranstaltungskaufleute müssen dir auch noch mal irgendwo reinschnuppern?

00:07:22: Alle Azubis aus der Köche, so kann man das vielleicht sagen gehen immer relativ zeitnah nach dem Ausbildungsbeginn ins Housekeeping.

00:07:28: Aber nicht um erster Linie zu wissen wie man ein Bett bezieht obwohl es auch nicht schaden kann aber um die Räumlichkeiten einfach zu sehen weil bei uns alle Zimmer anders sind.

00:07:37: Es ist kein Standardzimmer es sind Zimmer mit Balkon zur Straße zum Hof und das brauchen die Veranstalter später und auch die Hotelverläuter einer Rezeption wenn sie im Verkaufs sind mit den Gästen in Kommunikation sind, dass sie wissen wo sich welches Zimmer befindet.

00:07:51: Dass sie da halt mit Rat und Tat zur Seite stehen können.

00:07:54: Frau Schatzschneider wie suchen Sie eigentlich Ihre zukünftigen Auszubildenden aus?

00:08:01: Wir schauen uns die Bewerbung an dann gibt es ein Vorstellungsgespräch mit dem jeweiligen Ausbilder und dann ist es auch Minimum eins zwei Tage Praktikum die dabei sind um einfach zu gucken.

00:08:11: Passt sowohl der Auszubildende in unser Unternehmen und fühlt er sich wohl, also er soll ja doch drei Jahre bei uns bleiben.

00:08:18: Was essen da für Sie am wichtigsten?

00:08:21: Das Zeugnis das Handwerk oder ein freundliches Gesicht?

00:08:25: Tatsache ein freunliches Gesicht!

00:08:27: Und den Willen den Beruf zu lernen.

00:08:30: Alles andere kann man lernen.

00:08:31: Kann man auch den guten Willen

00:08:32: trainieren?!

00:08:33: Nee, den muss man mitbringen.

00:08:34: Man muss besonders lauffreudig sein!

00:08:36: Das ist so im Hotel.

00:08:37: die hohe Kunst der Gastlichkeit liegt ja darin ein Wunsch vorzuahnen und den möglichst remote im Hintergrund wie man heute sagen würde quasi zu erfüllen bevor man merkt jetzt fehlt mir aber gerade was?

00:08:52: Ist das etwas was die jungen Leute heute so mitbringen wie sie es vielleicht vor einigen Jahrzehnten oder vielleicht in ihrer Generation noch mitgebracht

00:09:02: haben?

00:09:02: Ich glaube, so waren wir vielleicht auch gar nicht am Anfang.

00:09:05: Ich kann mich noch erinnern als ich gesagt habe, ich lerne Hotelfachfrau und die haben alle die Hände über den Kopf geschlagen und mir dachten, das hält sie doch nicht aus!

00:09:12: Wenn da irgendwie ein Böserton kommt aber doch man wächst mit seinen Herausforderungen hat es ausgehalten und so lernen die das auch.

00:09:20: also man muss ja nicht alles können.

00:09:22: dafür ist mein Jahr Auszubildender und dann lernt man es in drei Jahren.

00:09:25: Wir stehen hier auf der Terrasse und haben sehr schön in der Sonne Aber wir haben deshalb noch keine Auszubildenden gesprochen, weil die drinnen noch lernen Kaffee zu machen.

00:09:36: Also ich nehme an... Man kann kein Hotel mehr führen ohne Barista.

00:09:41: Frau Schatzschneider?

00:09:42: Das hängt von Haus zu Haus ab, also manche senden es auf Vollautomat.

00:09:46: Da drückt ein Knöpfchen und macht das die Maschine selbst.

00:09:49: Uns ist wichtig, dass wir mit einer Siebträgermaschine den Kaffee noch machen.

00:09:53: Und da hängt es sowohl vom Bohnenab- oder Mischungsverhältnis.

00:09:57: Der Kaffe darf nicht verbrannt sein!

00:09:59: Die Milch muss dementsprechend aufgeschäumt sein.

00:10:01: Wie viel Milch musst du da rein?

00:10:02: Zu welcher Kaffeesorte... Also schon eine Ruhe, Kunst der Barista.

00:10:06: Wie viel Zeit haben Sie da für eingestellt Herr Stallwau?

00:10:09: Warum stehen da so viele?

00:10:10: Das sind doch nicht nur die beispielsweise hinter dem Dresen stehen sonst oder?

00:10:15: Nein tatsächlich ist heute so dass wir auch ne Praktikante mit dabei haben.

00:10:18: es sind Auszubildende die normalerweise an einer Rezeption arbeitet die mit dabei ist.

00:10:22: angedacht sind dafür heute circa drei Stunden Mit dem Ziel natürlich auch später, dass egal wer diesen Kaffee an dem Siebtreffer macht.

00:10:30: Er möglichst ähnlich schmeckt und nicht zu bitter ist.

00:10:33: Schmecken sie dann unterschied?

00:10:35: Da schmeckt man tatsächlich einen Unterschied.

00:10:37: Wobei ich immer noch der klassische Filtercafetrinker bin!

00:10:40: Und Sie Frau Schatzschneider, nun mal so...

00:10:42: Ich trinke auch den Filtercafe.

00:10:45: Sind Sie

00:10:45: fertig?!

00:10:47: Ja, ich bin hier fertig.

00:10:48: Guten Tag.

00:10:49: Wie sind Sie?

00:10:50: Leonie Moschatz.

00:10:52: Zweitens ja Veranstaltungskaufrau

00:10:55: Frau Mosch hat, wie kommen Sie dazu?

00:10:58: Veranstaltungskauf, Frau werden zu wollen hier im Haus.

00:11:02: Ich habe damals mit meiner besten Freundin den Abi-Ball organisiert und deswegen habe ich gemerkt, Organisation dieser kreative Teiles macht mir ziemlich viel Spaß.

00:11:14: Hier stehen aber viele Kaffeetassen bereit.

00:11:16: Servieren sie die gleich alle oder nehmen sie sich die mit in die Sonne?

00:11:20: Mal schauen Wahrscheinlich Personal Genau.

00:11:23: wir machen hier gerade eine Kafferschulung.

00:11:25: Was haben Sie gelernt über Kaffee eben?

00:11:27: Einiges.

00:11:28: Also wir hatten gerade in den Theorie-Teil, woher der Kaffe kommt und jetzt zum praktischen Teil wie wir ihn richtig zubereiten vor allem hier die Cappuccinos.

00:11:39: Einer hat sogar einen Herz!

00:11:40: Das war sogar meiner!

00:11:42: Wirklich?!

00:11:43: Und was haben sie für eine Bohne genommen?

00:11:44: Nummer so!

00:11:45: Wir haben hier rechts unsere Kaffe-Intection.

00:11:50: Genauer ist Pässo

00:11:51: Wie viele Cafés können Sie am Geschmack unterschreiten?

00:11:54: jetzt schon ganz ehrlich

00:11:55: Ich persönlich bin leider kein Kaffeetrinker.

00:11:59: Was trinken Sie denn Tee?

00:12:01: Tee, Tee mag ich ganz gern.

00:12:04: Steht hier auch noch eine Tee-Zeremonie auf dem Programm Herr Stallbaum?

00:12:07: Die Tee Termini war tatsächlich vor ein paar Wochen schon, die ist abgeschlossen.

00:12:11: jetzt wird man uns mit dem Thema Kaffee mal gucken was als nächstes kommt.

00:12:14: Welche Stationen haben sie in ihren zwei Lehrjahren jetzt schon durchlaufen?

00:12:20: Also ich war am Anfang im Housekeeping dann anschließend im Service an Rezeptionen und in der Haustechnik.

00:12:26: Und hatten sie sich das alles so vorgestellt, wie es dann war?

00:12:30: Ja schon.

00:12:32: Ich hab auch kein Problem damit am Wochenende arbeiten zu müssen weil irgendwie keine Ahnung.

00:12:38: die Events sind nur mal am Wochenenden und ich bin trotzdem dabei und trage was dazu bei um dieses Event tollerzumachen.

00:12:44: Und vor allem wir können ja auch wunschfrei eintragen wenn wir irgendwie eine Familientreffung haben oder sowas.

00:12:49: Das wäre auch gar kein Problem.

00:12:52: Das ist eine von den Errungenschaften, die sie den Auszubildenden bieten.

00:12:57: Wie funktioniert das, Frau Schatzschneider?

00:12:58: Jeder Mitarbeiter hat einen Zugang zu unserem Dienstplan-Programm und jeder hat die Möglichkeit dort seine Termine mit Rot zu kennzeichnen.

00:13:05: also an dem Tag kann ich nicht arbeiten, kann auch noch kleine Bemerkungen eintragen Und wir sagen immer zu neunzig Prozent kriegen wir das hin dass jeder Mitarbeiter seinen Wunsch frei bekommt.

00:13:15: Wie viel wunschfrei Termine gibt es denn so pro Jahr?

00:13:18: man kann das ja bestimmt auch ganz bunt ausspielen wenn man's drauf anlegt.

00:13:22: Es gibt keine festgesetzten Termine.

00:13:24: Jeder kann quasi jede Woche eintragen, hier habe ich ein Arzttermin und da hat Mutti Geburtstag oder...

00:13:32: Das ist ja echt beeindruckend!

00:13:34: Wie viele dieser Termine haben Sie denn so eingetragen?

00:13:37: Wissen sie

00:13:37: das?

00:13:38: Es ist immer unterschiedlich also je nach dem Arzttermine oder Zeit mit der Familie vor allem, es ist jeder Monat unterschiedlich.

00:13:46: Nun haben wir ja schon darüber geredet dass es komplexes so einen Stundenplan zusammen zu bauen.

00:13:52: Haben sie dafür auch schon Tools?

00:13:54: Nutzen Sie dafür auch KI?

00:13:55: Könnte man tatsächlich machen, aber der klassische Dienstplan wie wir ihn schreiben ist glaube ich immer noch am besten.

00:14:01: wenn man guckt was ist im Haus los und dann ist es halt auch so dass man sagt dem liegt das besser als dem.

00:14:08: Und dann tauscht man das schon gerne so dass es einfach auch passt geht nicht zu.

00:14:11: immer hundert prozent aber Mittlerweile weiß ich, wo glaube ich jeder zu wie sich auch wohlfühlt.

00:14:17: Aber es gehören auch manchmal Bereiche dazu, wo man vielleicht auch sagt da bin ich vielleicht nicht so gerne aber das gehört dazu.

00:14:23: Sie haben sich ja zur Veranstaltungskauf-Frau entschieden.

00:14:26: Das bedeutet, sie haben eigentlich einen sehr Spitzenbereich im Hotel weil vielleicht gar nicht jede Woche hier eine Veranstaltung ist.

00:14:37: würde das bedeuten dass sie möglicherweise nach ihrer Ausbildung des Haus verlassen?

00:14:44: Möglicherweise schon Aber aus dem Grund, weil ich mehr von der Welt entdecken will und auch verschiedene Bereiche kennenlernen will.

00:14:52: Also ich war jetzt neulich im Auslandspraktikum zum Beispiel.

00:14:55: Da war ich bei einer Hochzeitsplanerin, habe dort noch mehr einen Einblick bekommen.

00:14:58: zum Beispiel aber auch in einer Konzertbranche würde mich das auch sehr interessieren und deswegen einen weiteren Einblick einfach bekommen in die

00:15:08: Branche.".

00:15:09: Nun ist es ja so dass die Ausbildung immer ein Haufen Geld kostet.

00:15:13: eigentlich preisen sie dann solche angehenden Veranstaltungskaufleute auch mit ein.

00:15:21: Das ist uns klar, natürlich die sollen ja auch wachsen und rüber hinaus weitere Erfahrungen sammeln.

00:15:26: Manchmal ist es einfach dass sie noch ein halbes oder bis zu einem Jahr bei uns bleiben und manchmal kommen Sie einfach wieder wenn sie woanders waren Wenn

00:15:32: Frau Muscher zwischendurch weg war.

00:15:34: im Ausland.

00:15:35: Ist das denn einen Betrieb den sie sich selber ausgesucht hat?

00:15:39: Oder haben Partnerbetriebe mit denen sie zusammenarbeiten.

00:15:43: Sie

00:15:43: hat ein Auslandspraktikum im Rahmen des Erasmusprogramms der IHK gemacht, das bieten wir allen Auszubildenden im zweiten und dritten Lehrjahr an, dass sie bis zu vier Wochen ein Auslandspraktikum machen und da haben wir sehr gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der IJK.

00:15:58: Ganz nette Kollegin Frau Böse!

00:16:01: Frau Muscher sagen Sie doch mal wo waren Sie denn überhaupt?

00:16:05: Ich war in Portugal genau

00:16:07: Im Winter?

00:16:08: Nee, im März.

00:16:09: Jetzt frisch vor Kurzen wieder nach Deutschland gekommen!

00:16:13: Dann hatten sie ja schon ihren Sommer das wahrscheinlich gar nicht einzuholen.

00:16:16: Wie sind Sie denn darauf gekommen auf dieses Unternehmen?

00:16:19: Wo waren Sie genau?

00:16:20: Bei einer Hochzeitspartnerin die macht vegan und nachhaltige Hochzeiten.

00:16:24: Und aufmerksam wurde ich durch meine Ansprechpartnerinnen tatsächlich Genau.

00:16:28: Ich konnte drei verschiedene Bereiche angeben in die ich halt gehen würde Und dann hatte sie mir den Vorschlag gemacht.

00:16:36: Laufen denn die portugiesischen Hochzeiten genauso ab wie die Deutschen?

00:16:41: So genau kann ich es tatsächlich nicht sagen, da ich das sich eher nur Vorbereitungen mitgemacht habe.

00:16:47: Denn die Hochzeit-Saison sage ich jetzt mal ist nunmal im Sommer vor allem und daher eher die Vorbereitung.

00:16:54: Meine Arbeitgeberin dort, die hatte mir erzählt dass sie viele im August hat.

00:16:59: Ich glaube die späteste war im Oktober.

00:17:01: Und was haben Sie da genau gemacht?

00:17:02: Wir waren einerseits viel unterwegs, wir haben Hochzeitslocations angeguckt.

00:17:06: Wir hatten Meetings mit den Hochzeitpaaren und zum Beispiel auch mit dem Priester weil viele Portugiesen heiraten tatsächlich auch kürzlich.

00:17:15: aber wir waren auch bei ihr zu Hause.

00:17:17: also sie arbeitet selbstständig und dort habe ich dann viel mit Canva gearbeitet, Hochzeitesportfolios angefertigt bearbeitet oder auch Menüs geschrieben.

00:17:27: Haben Sie hier auch schon Hochzeiten vorbereitet?

00:17:30: Ich habe mitgeholfen.

00:17:32: Und jetzt können Sie eins zu eins übertragen, was Sie in Portugal gelernt haben?

00:17:36: Ja, so ein bisschen schon!

00:17:38: Portugiesisch ist ja nun keine ganz einfache Sprache, ne?

00:17:41: Wie haben sie denn das bewältigt?

00:17:43: oder haben sie einfach alles auf Englisch gemacht wie man es heute so macht?

00:17:46: Also wir haben größteils auf English gesprochen paar Wörter... Da habe ich mit dazugelernt auf Portugiesisch, aber jetzt im Nachhinein lerne ich tatsächlich auch vier Portugiees in meiner Freizeit.

00:17:59: Weil ich werde wahrscheinlich noch mal dort hin fliegen.

00:18:02: Ja

00:18:02: genau zu dieser Hochzeitsplanerin?

00:18:04: Genau ja!

00:18:06: Was mir persönlich sehr gefallen hat ist der kreative Part den ich ganz gerne später ausüben möchte.

00:18:12: Was war bis jetzt ihre größte Überraschung in der

00:18:15: Ausbildung?!

00:18:16: Also ich persönlich fand die Rezeptionszeit sehr spannend, sehr lehrreich.

00:18:21: Gerade auch die Telefonate sich dort erstmal ran zu tasten mit den Gästen zu kommunizieren Das hat ein bisschen über Windung gekostet tatsächlich Ja.

00:18:30: ansonsten die Veranstaltung ist immer so besonders

00:18:32: Wenn Sie jetzt so in Ihre Zukunft gucken Vielleicht auch Richtung Portugal.

00:18:37: Wo sehen sie sich denn so in zwei drei Jahren?

00:18:42: Auf jeden Fall im Ausland wahrscheinlich.

00:18:45: Also es gerade aus uns Praktikum hat mein Auge noch mehr geöffnet in Richtung Ausland und dann halt viel Erfahrungen machen, viel praktische Arbeit.

00:18:56: Herr Stallbaum ist das ein erwünschter Effekt, dass die Auszubildenden sich die Welt angucken?

00:19:04: Tatsächlich, ja.

00:19:05: Ich sehe mich quasi in der Funktion, so dass ich eigentlich immer für Suche einen auszubinden, so ein Grundstein zu legen... Dass sie sozusagen auch diesen Schritt mit dem Auslandspraktikum machen, traut sich nicht jeder!

00:19:15: Sind's ja manchmal sehr unentschlossen.

00:19:17: aber man sieht gerade wenn Leonie erzählt wie die Augen anfangen zu strahlen und was es auch für eine Erfahrung war das einfach machen zu können Und das versuche ich irgendwie, dass das jeder machen kann und jede Möglichkeit hat weil wir hatten sie damals leider nicht.

00:19:29: Wenn ich Sie anschaue Wie alt sind Sie Anfang zwanzig?

00:19:32: Zwanzig genau

00:19:33: Dann ist ja noch viel Zeit, die Welt anzuschauen.

00:19:36: Der Klassiker ist aber doch eigentlich das junge Menschen, die auf dem Land aufgewachsen sind und dann so fünfzehn-zwanzig Jahre durch die Gegend ziehen?

00:19:48: Dass sie denn wieder zurückkommen.

00:19:49: sehen Sie sowas auch schon für sich?

00:19:51: Möglicherweise schon!

00:19:53: Also ich mag das Dorflehm auf jeden Fall.

00:19:56: Also kennt jeder jeden.

00:19:58: von daher ist es eine große Familie.

00:20:00: immer

00:20:01: Haben Sie jemals nachts über den dicken Füßen gezweifelt und gesagt, es muss auch leichter gehen?

00:20:08: Manchmal fragt man sich schon aber ich bin ganz zufrieden mit meiner Auswahl.

00:20:13: Und vor allem im Hinblick auf meine Zukunft was ich noch alles weitermachen kann.

00:20:19: In welche Bereiche ich gehen kann.

00:20:20: Vielleicht aus Marketing Social Media übernehme ich ja auch teilweise mit weiteren Kollegen.

00:20:27: Na ja, und das ist eigentlich die andere Seite der Medaille.

00:20:31: Gerade Werbung ist immer super wichtig weil dadurch lockst du ja die Gäste.

00:20:37: Auf welche Veranstaltung freuen Sie sich jetzt schon am meisten, die sie selber betreuen?

00:20:42: Auf den Adventsmarkt dieses Jahr.

00:20:45: Der ist immer Anfang Dezember am Wochenende und da arbeiten noch mal alle kräftig zusammen.

00:20:53: Anschließend haben wir unsere Schließzeit und können dann in Ruhe ins Freie gehen.

00:20:59: Woher kommt denn das, dass Sie hier einen Adventsmarkt machen?

00:21:01: Das ist ja eigentlich ein recht kleiner Bereich oder?

00:21:05: Den hat damals Danny Stahlbaum ins Leben gerufen

00:21:10: als Ausbildungsevent.

00:21:11: Herr Stahlbaum

00:21:12: Damals tatsächlich noch nicht.

00:21:13: also ich war beim ersten Jahr im Prolinhof und mein damaliger Chef kam zu mir und hat gesagt ob ich mal schnell einen Advantsmarkt machen könnte weil sich das unserer Chefsführer schon sehr lange wünscht habe ich gesagt, okay das wird sportlich.

00:21:25: Ich gucke mal was ich machen kann.

00:21:26: Das erste Adventsmarkt war für uns eigentlich eher so eine Glaskugel wo wir gesagt haben ja es wäre gut wenn ein paar Leute kommen.

00:21:32: War eigentlich ganz klein geplant.

00:21:34: also wir hatten keine großen Erwartungen an dieses Event als dann aber schon dieses Wochenende kamen und wir gesehen haben... Also ich glaube Kulowitz und Preußens haben zusammen dreihundert Einwohner.

00:21:42: dass ungefähr diese Anzahl auch in dem ersten Jahr glaube ich schon da war hat natürlich relativ zeitnah nach der Veranstaltung gesagt wir müssen unbedingt wiederholen Dieses Jahr haben wir tatsächlich den Fünften und es ist halt wirklich mittlerweile eine Größenordnung.

00:21:54: Wir müssen Ackerflächen als Parkfläche nehmen, also es wird jedes Jahr größer.

00:21:59: Und ab Jahr zwei habe ich mir glaube schon einen Azubi dazu geholt.

00:22:02: Den hast du immer zusammen gemacht und dann hatte ich eigentlich an meiner Seite die aber auch je mehr es auf diesem Adventsmarkt zu sind das Stressl wird auch steigt.

00:22:10: Naja und es is halt auch wirklich ein privater Markt.

00:22:12: Also wir haben keinerlei Unterstützung von irgendwo.

00:22:15: Wir machen alles mit unserem Personal.

00:22:18: Ja, für uns ist es immer noch mal ein toller Jahresabschluss und eigentlich auch so dieser letzte Kraft vor der jährlichen Schließzeit, die wir immer bis Anfang Januar

00:22:25: haben.

00:22:32: Da gibt es so vieles, also allein die ganzen Team-Events generell das untereinander mit den Kollegen.

00:22:40: Wir waren zum Beispiel jetzt nörlich bei unserem Sommerfest in Potsdam und sind mitten Drachenburg in die Innenstadt gesegelt und sind anschließend wieder hierher gekommen haben Grillarm gehabt.

00:22:53: da konnten auch unsere Familien dazustoßen.

00:22:55: Danke schön, bis hierher.

00:22:57: Da liegt Ihnen viel dran!

00:22:59: Ist das so eine Geschichte die Sie nutzen um das Team stabil zu halten oder ist das was wo sie denken?

00:23:07: Das will ich auch für mich haben Frau Schatzschneider.

00:23:10: Beides eigentlich also.

00:23:11: es ist einfach immer ein super Tag.

00:23:12: jeder freut sich auf diesen Tag.

00:23:14: wir machen immer etwas draußen mit Wasser eigentlich auch immer und genießen den Tag mit allen Kollegen zusammen.

00:23:22: Und einfach dieses Abends, wenn alle Familien zusammenkommen, man gerade bei neuen Kollegen noch mal einen Eltern-Teil oder so sieht und sagt ah ja der gehört zu dem und man kann es am Gesicht ablesen und ja auch meine Familie kommt ja dazu die kennen sich mittlerweile alle untereinander.

00:23:38: Es ist ein schöner Tag und das machen wir einmal im Jahr und machen das Haus dafür zu.

00:23:42: Wenn man jetzt so zurückschaut in die Vergangenheit, dann bin ich aufgewachsen mit dem Anspruch also wenn du was aus deinem Leben machen willst und eine Karriere machen willst.

00:23:51: Da musst du die Familie hinter dir lassen und musst in die große weite Welt ziehen.

00:23:55: Und nun erlebe ich gerade bei Ihnen dass also die Familien wieder ne ganz große Rolle spielen!

00:24:02: Wie sehen Sie das Frau Schatzschneider?

00:24:05: Das hat sich tatsächlich auch in diesen bösen Wort Corona-Zeiten geändert.

00:24:08: Da haben wir gesehen, dass viele unserer Auszubildende hier aus der Region kommen und auch noch zu Hause wohnen und einfach das heimliche Nest noch gar nicht so richtig verlassen wollen.

00:24:18: wie Leonie Muschardt auch schon sagte sie fühlt sich einfach Wohl.

00:24:21: in ihrem Dorf kennt er jeden, es ist nicht anonym.

00:24:24: Und ich glaube das ist auch was im Polino eine große Rolle spielt.

00:24:27: Jeder kennt jeden!

00:24:28: Es ist nicht

00:24:29: anonym.

00:24:29: Wenn aber die Jugendlichen so lange zu Hause bleiben?

00:24:33: Ist es dann nicht auch so dass man quasi des Flügewerden verzögert?

00:24:39: Ich habe gesehen, dass sie ein sehr breites Angebot machen den Auszubildenden.

00:24:45: kann man denen auch zu viel abnehmen an Selbstvorsorge?

00:24:50: Manchmal ja.

00:24:51: Manchmal haben wir das auch gelernt, dass wir gesagt haben okay jetzt machen wir das und das dürft dann noch nicht und wartet mal hier noch ein bisschen Und mussten tatsache aufgrund einer Skiunfalt von einer Kollegin in diesem Jahr feststellen.

00:25:04: die ist dann vier wochen ausgefallen.

00:25:05: sie hat sich den Ellenbogen gebrochen und gesagt so Jetzt brauche ich eure alle Unterstützung im Verkauf an der Rezeption und habe alles was so veranstaltungskauft Leute bei uns lernen zusammen getrummelt und hab gesagt Wir müssen jetzt ran jeder in seinem gebiet jeder was er gut kann Und wie die aufgeblüht sind auf einmal, wenn man denen mehr zugetraut hat und gesagt hat jetzt gibt es Verantwortung.

00:25:26: Das

00:25:26: bedeutet für Sie Herr Stallbaum dass sie demnächst häufiger Skikurser einbauen in Ihrer Ausbildungsreihe?

00:25:33: Das nicht.

00:25:33: aber ich glaube halt auch das wir teilweise so ein bisschen zu ... Wir haben den da so ein bißchen zu weich und gemütlich gebaut und eigentlich wenn man das in den Wochen gesehen hat wollen die das gar nicht.

00:25:43: Auch wenn wir's vielleicht manchmal so denken.

00:25:45: aber eigentlich haben die das Gefühl wo sagen kann ich dann endlich mal Ich will doch.

00:25:49: und dann sagen, nee ich will noch nicht so früh.

00:25:51: So traurig dieser Schierunfall auch war aber die Azubis in dem Zeitpunkt an der Rezeption waren hat das in den vier Wochen mehr gebracht als sonst.

00:25:58: vielleicht ein halbes Jahr.

00:25:59: also da ist enorm viel Wissen dazu gekommen und wir können sie auch jetzt wo die Kollegin wieder am Dienstes auch ganz anders einsetzen.

00:26:07: Das ist ja interessant!

00:26:09: Und ist das was was Sie planen?

00:26:12: Künftig jeder an seinen Grenzen gehen soll?

00:26:15: Vielleicht Leo nie mal vortanzen soll auf einer Hochzeit, die sich organisiert.

00:26:19: Das nicht.

00:26:20: aber ich glaube halt wirklich auch das war auch gerade die Generation vielleicht eher so kriegen dass sie ins machen kommen gar nicht soweit und immer von theoretischen Sachen reden sondern die einfach mal machen lassen und auch dass die auch mal ein Fehler machen können weil daraus lernt man letztendlich auch was fürs Leben

00:26:34: Haben Sie schon mal einen Fehler gemacht, Frau Moschalt?

00:26:37: Wo sie dachten um Mist.

00:26:39: Das kann jetzt auch mal hier die Ausbildung kosten?

00:26:42: Fehler habe ich tatsächlich schon gemacht ist auch menschlich passiert.

00:26:46: aber das wenn der Ausbildung gekostet hat so groß war der Fehler noch nicht zum Glück.

00:26:51: Was haben Sie denn für ein Fehler gemacht, wenn ich mal

00:26:52: fragen darf?

00:26:53: Sei es jetzt zum Beispiel eine Rezeption.

00:26:55: Wenn ich was falsch eingegeben habe, eine falsche Personenzahl dann hab' ich Facharbeiter gefragt und dann konnten wir das korrigieren.

00:27:02: Haben sie da eine eigene Fehlerkultur für...?

00:27:05: Vorschatzschneider?

00:27:07: Wie groß darf ein Fehler sein, bevor Sie über die Ausbildung hinweggehen und sagen Herr Verflix das ist jetzt aber eng.

00:27:14: Dafür wird keiner gekündigt.

00:27:16: Jeder der sich bemüht und sagt ich habe aber das Beste versucht und auch wenn es in dem Fall vielleicht gerade eine andere Entscheidung getroffen hätte Aber derjenige hat eine Entscheidung getroffen und hat für den Gast versucht das Bste zu machen dafür wird keiner Gekündigte.

00:27:30: Das ist ja Engagement

00:27:31: und Vertrauen.

00:27:32: bringen Sie mit.

00:27:33: Haben Sie das auch schon mal, dass sie sagen also hier hat jetzt wirklich ein Auszubildender gezeigt, dass er der Sache nicht gewachsen ist?

00:27:41: Dass

00:27:41: es dann wirklich wenn die jetzt ihren Rahmenbedingungen nicht nachkommen, also nicht zur Arbeit kommen oder zur Berufsschule gehen fehlen, dann müssen wir leider auch rechtliche Konsequenzen ziehen.

00:27:50: Kommt das denn vor?

00:27:52: bei Ihnen

00:27:52: tatsächlich Ja!

00:27:53: Nun wird ja überall gejammert.

00:27:56: Die Jugendlichen, sie natürlich nicht Leonie, die Jugendlichen arbeiten nicht gerne sind unzuverlässig begreifen gar nicht worauf es ankommt.

00:28:05: haben Sie da eine große Befürchtung auch bei Ihren Auszubildenden oder sieben Sie die vorher schon aus?

00:28:11: Manchmal

00:28:11: stellt man das tatsächlich erst später fest, also manchmal klappt die Probezeit noch ganz gut und es entwickelt sich erst später.

00:28:17: Und manchmal muss man sich einfach trennen von beiden Seiten weil's einfach nicht mehr zusammen passt.

00:28:21: aber das ist auch völlig in Ordnung.

00:28:23: Ist das dann für Sie auch so ne Art Niederlagehersteller?

00:28:27: Ja eigentlich schon.

00:28:28: Normalerweise ist es so, dass man immer sagt den Azubi der mich durchlaufen hat in seiner Laufbahn.

00:28:33: Den will man natürlich also auch mal durch die Prüfung bringen und auch gucken das er seinen Weg macht.

00:28:38: Das ist letztendlich das was ich möchte denen einfach auch eine gute Möglichkeit zu geben viel Wissen mitzugeben.

00:28:43: Manchmal ist es dann schon so dass man auch die Fehler bei sich sucht und überlegt was hatten nicht gepasst?

00:28:48: manchmal ist es einfach so dass vom Job oder vom Haus nicht passt aber auch ist normal Was

00:28:52: ist denn für Sie das größte Learning?

00:28:55: Also, wie gewinnt und hält man junge Leute nach der Ausbildung im Hause.

00:29:01: Und was hat sie eigentlich am meisten überrascht dabei?

00:29:04: Tatsächlich ist es so, dass ich denke, dass wir uns glaube ich ein Stück weit auch auf die Gen-C einstellen müssen.

00:29:11: Das fällt mir tatsächlich manchmal schwer.

00:29:15: Die haben eine ganz klare Meinung, was zum Beispiel Dienstzeiten ausgeben, was wir aus der Vergangenheit nicht kennen und das muss man bei vielen Punkten berücksichtigen und sagen ja... haben die eigentlich auch recht.

00:29:26: Die haben mal eine fünfte Stunde Woche, keine fünfzehn Stunden Woche wie wir sie vielleicht hatten oder noch mehr.

00:29:30: und da ist es auch gut so dass das so gekommen ist.

00:29:34: aber es ist halt so dass wir die Ausbildung wie wir Sie hatten und jetzt fachlich ist oder menschlich.

00:29:39: Es ist ja jetzt anders und wir müssen uns anpassen.

00:29:42: ich möchte aber trotzdem dass die Azubis bestimmte Sachen aus meiner DNA sage ich mal mit übernehmen die wichtig sind.

00:29:49: Was denn?

00:29:50: Im Hotel ist es halt immer noch ein Dienstleistungsunternehmen und es ist halt so, dass bestimmte Sachen entweder verkauft sind oder auch gebucht sind.

00:29:59: Und das oft ist es ein bisschen.

00:30:01: nur das Verständnis, ein bisschen fehlt.

00:30:02: Warum muss ich das jetzt gerade machen?

00:30:03: Ist kein anderer da.

00:30:04: Da finde ich halt auch ein bisschen wir aufs Stück weit erklären, warum ist das vielleicht heute so?

00:30:08: Das ist aber so, wenn ihr zum Beispiel das Check-in ab fünf Uhr garantiert ist und es sind aber immer noch zwanzig Zimmer dreckig, einer muss sich halt saubermachen.

00:30:16: Es ist ja so, entweder habe ich das Problem dann an der Rezeption wo Leonis dann sagen muss, warum das Zimmer nicht fertig ist... keine einfache Sache das den Gästen zu sagen, weil die sagen natürlich fünfzehn Uhr ich will rein und auf der anderen Seite hat man es genau mit der Manpower im Housekeeping.

00:30:29: Das ist innerhalb von kürzester Zeit, das haben wir hier ganz oft, dass quasi die Vierzizimmer mit einmal abreißen und Vierzigzimmer wieder anreisen.

00:30:34: Dass wenn man ein relativ großer Umlauf ist und wir dann immer nur drei bis vier Stunden Zeit alles wieder sauberzukriegen.

00:30:41: Und das sind ganz schöne Kraftakt!

00:30:42: Wie lange braucht man denn so für einen Zimmer?

00:30:44: Es kommt ganz aufs Zimmer an.

00:30:45: Wir rechnen je nach Größe zwischen zwanzigund dreißig Minuten.

00:30:48: Und was war Ihr größtes Learning aus all diesen Jahren, wo Sie hier sind, Frau Schatzschneider?

00:30:55: Dass es sich quasi immer weiterentwickelt und dass auch wir uns weiterentwickeln müssen.

00:30:59: Wir können nicht stehen bleiben so wie's früher war.

00:31:02: So ist das halt nicht mehr!

00:31:04: Und wir können einfach gegenseitig lernen also sowohl von den Auszubildenden als auch die von unserem Wissen.

00:31:10: Was lernen sie denn von den Austubildenden?

00:31:12: Na manchmal auch wirklich nach vierzig Stunden nach Hause zu gehen und dann auch Feierabend zu machen.

00:31:18: Aber die bringen ja den frischen Wind mit, wo wir irgendwann sagen, naja ich will nicht das Wort sagen haben wir früher schon immer so gemacht.

00:31:25: aber die bringen halt Umgang auch mit den Social Media, mit Marketing.

00:31:29: Das ist was mir gar nicht so liegt.

00:31:31: Und dann ist es total wunderbar Die können es total easy und einfach und dann sollen die das auch machen.

00:31:36: Ja, also das ist ein ganz tolles Schlusswort.

00:31:39: Mach es in Brandenburg so heißt ja auch unser Podcast!

00:31:42: Also besten Dank dass Sie da waren Frau Muschert-Maschalbaum, Frau Schatzschneider.

00:31:47: Es war mir einen voll genügend und eine Lehre hier zu sein von der Gensi zu lernen ist immer ne gute Sache.

00:31:54: Das war mach es in brandenburg Der Podcast der Ihaka Potsdam heute aus dem

00:32:00: Paulinenhof

00:32:02: In Kulowitz bei Bad Belzig.

00:32:05: Danke schön, die Herrschaften.

00:32:07: Bis bald!

00:32:08: Tschüss!

00:32:09: Wiedersehen.

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